Liebender Hirte und Friedenspilger

Vergebung, Versöhnung und Frieden standen im Zentrum des Papst-Besuches in Kolumbien. 

 

 

Den Kriegspfad verlassen und den Weg in eine friedliche Zukunft einschlagen. Dieser Appell, den Franziskus wieder und wieder an die Kolumbianer richtete, war unmissverständlich. Fünf Jahrzehnte dauerte der Bürgerkrieg, vier Jahre wurde über den Friedensvertrag verhandelt, lange hatte Franziskus die Reise in das südamerikanische Land versprochen. Nun war es so weit. 

Die Salzburger Missionarin Margaretha Moises erlebte den Papst in Medellín: „Die Menschen warteten stundenlang im Regen oder in der Hitze auf die Begegnung mit Franziskus. Er hatte für alle Gesten der Barmherzigkeit und Worte, die tief in die Seele trafen.“ Seine väterliche Liebe und Zuneigung habe vor allem den Ausgestoßenen der Gesellschaft, den Ärmsten sowie Kindern und Jugendlichen gegolten. So besuchte Franziskus in Medellín ein Heim für misshandelte Kinder und Waisen. Er umarmte einen weinenden Jungen und betonte: Die Kinder sind die Zukunft der kolumbianischen Gesellschaft, der Welt und der Kirche.

Foto: KNA

Papst Franziskus umarmt einen weinenden Jungen bei seinem Besuch im Kinderheim San Jose am 9. September 2017 in Medellin.