Lösungen für brennende Fragen

Fördern. Die Erzdiözese stellt am Salzburger Mirabellplatz Räume für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer zur Verfügung, die ein Start-up gründen. Jetzt beginnt das Arbeiten im „Coworking Space“.

Salzburg. „Das Christentum schaffte es von Anfang an, sich in unterschiedlichen Gesellschaften zu integrieren“, sagte die Leiterin des Seelsorgeamts der Erzdiözese Salzburg, Lucia Greiner, beim offiziellen Startschuss für den Coworking Space. Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer haben im Haus Mirabellplatz 5 Räume sowie ein Netzwerk, und „theologisches und seelsorgliches Know-how, das sie nutzen können“, so Greiner. Es sei Teil des gerade laufenden Zukunftsprozesses der Erzdiözese, konkrete Antworten darauf zu finden, wie Glaube heute präsent sein kann. 

„Coworking Space“-Initiator ist Dominik Elmer vom Referat Stadtpastoral der Erzdiözese. Er steckte  viel Energie in das Projekt und sorgte dafür, dass die leerstehenden Räume mit Leben gefüllt werden. „Social Entrepreneurs, die für den gesellschaftlichen Umbruch, für Nachhaltigkeit, Ökologie, Umweltthematik oder für sozial brennende Fragen visionäre Lösungsvorschläge entwickeln, finden hier am Standort ein großes und wirksames Netzwerk“, betont der Theologe. Für die Umsetzung erhielt er willkommene Unterstützung – 6.000 Euro über den „Zukunftslabor Salzburg-Wettbewerb 2018“ vom Sozialressort des Landes Salzburg. 

Neue Zugänge schaffen 

Die ersten beiden Unternehmen stellte Elmer bei der Eröffnung vor: Marco Morandini, der in Puch/Urstein Getränkekühler aus Baumrinde produziert. „Der Rohstoff liegt im Wald herum“, erklärte Morandini. Zweite Gründerin ist Katrin Gerschpacher  mit ihrem „Fair Matching“. Die kleine Organisation begleitet Geflüchtete bei der Arbeitssuche, „vor allem auf den letzten Metern“. „Wir konnten in Zusammenarbeit mit dem AMS, dem Land Salzburg und einer Privatstiftung bereits 35 Personen fix vermitteln.“ Ebenso sei die Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der Gesellschaft eine Aufgabe für „Fair Matching“,unterstrich Gerschpacher.

Foto (wok): Startschuss: Landtagsabgeordnete Martina Berthold, Seelsorgeamtsleiterin Lucia Greiner, Start-up-Verantwortlicher Dominik Elmer und Start-up-Beauftragter Lorenz Maschke von der Wirtschaftskammer eröffnen den Coworking Space.