Mahnung gegen Gleichgültigkeit

Christen gelten – mit geschätzt rund 200 Millionen Opfern – als die derzeit am meisten verfolgte Religionsgruppe weltweit. Darauf machte die italienische Sektion des Päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ aufmerksam, indem das Kolosseum in Rom in rotes Licht tauchte – und Religionsfreiheit für alle anmahnte. Die ersten Takte von Bachs Matthäus-Passion. „Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen“ erklangen, während die grauen Mauern des Kolosseums langsam in rotes Licht getaucht wurden. Rot wie das Blut der Märtyrer, das vor 2.000 Jahren in der gigantischen antiken Arena geflossen sein soll. Rot wie das Blut der getöteten und verletzten Christen des 21. Jahrhunderts, von denen Fotos auf einer Leinwand gezeigt wurden. Politische und kirchliche Prominenz war gekommen: darunter der Präsident des EU-Parlaments, Antonio Tajani, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Bischof Nunzio Galantino von der Italienischen Bischofskonferenz. Am beeindruckendsten auf der Bühne am Largo Gaetana Agnesi gegenüber des Kolosseums sind aber die Zeugnisse zweier Opfer von Christenverfolgung. Foto: KNA

Das Kolosseum in Rom wird in Erinnerung an verfolgte Christen am 24. Februar 2018 mit blutrotem Licht angeleuchtet. In weiß ist der Schriftzug "Aiuto alla Chiesa che Soffre" (Hilfe für die Kirche in Not) zu lesen.