„Manche Tage sind wie im Film“

Jad Abed ist ein zehnjähriger syrisch-orthodoxer Junge. Er lebt in der syrischen Stadt Aleppo und besucht die fünfte Schulklasse. Jad Abed hat dem Hilfswerk KIRCHE IN NOT Einblick in seine Gedanken über sein Leben in einer Stadt, die von einigen der schlimmsten Kämpfe eines Kriegs heim-
gesucht wurde, gewährt.

 

 

Aleppo. „Ich gehe nun in eine neue Schule, weil die alte Schule durch Bomben zerstört wurde. Die neue Schule befindet sich in einem Keller ohne Heizung und Strom. Dennoch haben wir mit Hilfe der Menschen, die uns betreuen, die Kälte überwunden. Der Strom ist in die Schule und in unsere Häuser zurückgekehrt. Ich habe auch einen guten Freund verloren. Er starb durch einen Bombenangriff, als er auf den Schulbus wartete. Auch unser Haus wurde Ziel eines Bombenangriffs. Ich erinnere mich an den Krach, als die Bomben näher kamen. Als eine davon auf das Dach fiel, stürzte ein Teil des Hauses ein. Mein Vater holte uns heraus und führte uns an den Ort, wo wir immer noch wohnen. Wir können nicht nach Hause zurück, weil ein großer Teil des Hauses zerstört ist. Ich hoffe, dass nicht all mein Spielzeug kaputt ist. In unserem Haus waren viele Bilder und Erinnerungsstücke, die wir nicht retten konnten. Viele dieser Dinge wurden vom Feuer des Kriegs aufgefressen. In den letzten Jahren hat unsere Kirche eine wichtige Rolle gespielt. Mein Vater bekommt jeden Monat von der Kirche ein Lebensmittelpaket. Die Schüler bekommen ein monatliches Stipendium, um die Schulgebühren zu bezahlen. 

Zum Schluss bitte ich alle, die dies lesen, um ihr Gebet für uns. Beten Sie für die syrischen Kinder, die ihre Kindheit nicht haben leben können. Wir bitten den Herrn, dass er uns den Frieden und die Freude schenkt, dass er unsere Herzen erfüllt, damit wir unsere Wunden heilen und so bald wie möglich zu einem normalen Leben zurückkehren können.“

Seit Kriegsbeginn hat KIRCHE IN NOT die Not leidenden Christen in Syrien mit mehr als 25 Millionen Euro unterstützt. Um den Wiederaufbau in Syrien weiter voranzutreiben und der Bevölkerung materiell wie pastoral beistehen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – entweder online unter www.kircheinnot.at  oder auf das Spendenkonto: Empfänger: KIRCHE IN NOT, IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600 

Foto: Betende Kinder in Aleppo. Auch Jad Abed wünscht sich: „Beten Sie für die syrischen Kinder, die ihre Kindheit nicht haben leben können.“

Foto: RB/Martinez-Sanchez/ACN