Millionen droht der Hungertod

Hilfe. Die Päpstlichen Missionswerke Missio warnen vor einer dramatischen Verschärfung der Hungerkrise in der Sahelzone. Millionen Menschen seien derzeit von Dürre und Hungertod bedroht.

 

 

Wien/Sahel. „Wenn jetzt nicht geholfen wird, werden wir Zeugen einer humanitären Katastrophe“, unterstreicht Missio-Direktor Pater Karl Wallner. Die aktuelle Dramatik sei Europa viel zu wenig bewusst, forderte er zum raschen Handeln auf.  Alleine in Kenia seien 2,5 Millionen Menschen vom Hunger und Wasser- und Nahrungsmittelknappheit betroffen. Der Regenmangel habe den Turkana-See, das große Wasserreservoir Kenias, beinahe austrocknen lassen, das restliche Wasser sei verseucht. Flüchtlinge aus dem Südsudan, wo Bürgerkrieg herrscht, verschärften die Situation noch. Seit Sommer hätten die Kämpfe dort zugenommen, der Konflikt zwischen Nuer und Dinka habe sich auf alle Stämme ausgebreitet. Die meisten Männer stünden unter Waffen oder seien gefallen, kaum jemand bleibe übrig, um die Felder zu bestellen. Über zwei Millionen Menschen sind derzeit im Südsudan selbst auf der Flucht. Weitere 1,3 Millionen bereits nach Uganda aufgebrochen. Mehr als 700.000 Betroffene sind in dem ohnehin armen Land im Norden in Flüchtlingslagern untergebracht, berichtete Missio. 19 Camps gibt es in Nord-Uganda, die meisten Flüchtlinge sind unbegleitete Minderjährige, die ihre Angehörigen im Camp suchen. Dort herrsche zumeist „völliges Chaos“. In Bidi Bidi, dem weltweit größten Flüchtlingscamp, das erst vor einem halben Jahr eröffnet wurde, leben 250.000 Menschen bei 40 Grad Hitze ohne Wasser. Missio hilft:  Spendenkonto PSK, IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500, Kennwort: Südsudan 

Hungernothilfe für Afrika 

Auch die Caritas startet angesichts der alarmierenden Berichte aus Afrika ihre Hungernothilfe. Die Caritas unterstützt derzeit im Einsatz gegen Hunger rund 50 Projekte, neben Soforthilfe auch Maßnahmen für verbesserte Anbaumethoden, Lagerung oder Vermarktung der Ernte. In einer Welt, die mehr als genügend Nahrung für alle produziert, sollte niemand mehr hungern, erklärt Caritas-Präsident Landau: „So lange Kinder am Hunger und an seinen Folgen sterben, haben wir als Gesellschaft versagt.“

Caritas Spendenkonto  BAWAG P.S.K.IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004 BIC: BAWAATWW Kennwort: Hunger-Nothilfe                    

 Foto (Missio): Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet. Der Südsudan und Kenia stehen vor einer humanitären Katastrophe.

 

 

Kenia 2017 © 2017 Alexa Künsberg