Mission leben

Sei So Frei unterstützt zahlreiche Projekte – ein Beispiel ist die Arbeit von P. Hans Schmid in Brasilien

Salzburg/Floriani. 80 Jahre ist Pater Hans Schmid seit wenigen Wochen. Von Ruhestand ist bei dem Herz-Jesu-Missionar nichts zu merken.    „Im Dezember kann es in Brasilien bis zu 40 Grad heiß sein. Als Christbaum muss ein Bäumchen mit dürren Ästen herhalten. Die Christmette findet schon am Nachmittag statt. Wenn es dunkel ist, gehen die Leute nicht mehr aus dem Haus. Das ist wegen der hohen Kriminialität zu gefährlich“, erzählt P. Hans, der im Paznauntal geboren ist und aus seiner Kindheit ganz andere Weihnachtsfeste in Erinnerung hat. „Das ist lange her“, winkt er ab und berichtet dann lieber von seiner Arbeit in Brasilien, die er trotz seines 80ers unbeirrt fortführt. In Floriano und in der Pfarre Itaitinga bei Fortaleza gibt er den Menschen mit Gemeinschaftsgärten und Brunnen Hoffnung und sichert ihre Existenz. Denn: ohne Wasser kein Leben. 

Unterstützung aus der Heimat

Seit 40 Jahren lebt der Herz-Jesu-Missionar seinen Auftrag an der Seite der Armen und setzt sich für landlose Bauern ein. Das sehen Großgrundbesitzer nicht gerne und so landetete er in den 90er Jahren auf der Liste der bedrohtesten Menschen in Brasilien.  Die Verleihung des Romeropreises von Sei So Frei brachte damals Aufmerksamkeit und einen gewissen Schutz. Die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung ist nach wie vor an der Seite von P. Hans. Sei So Frei unterstützt insgesamt 150 Projekte in Afrika und Lateinamerika. Heuer liegt der Fokus auf Mosambik – siehe Hirtenwort rechts. 

Spenden: IBAN AT29 2040 4000 0002 9702 (Kennwort: P. Hans Schmid) oder online: www.seisofrei.at 

Foto: P. Hans Schmid (l.) zeigt Wolfgang Heindl (2. v. l.) den von Sei So Frei Salzburg finanzierten Minitraktor. So müssen die Frauen – sie machen den Großteil der Gartenarbeit, wenngleich der Minitraktor (noch) von Männern gesteuert wird – nicht mehr von Hand die Beete umgraben.

Foto: RB/ibu

 

Aus dem Hirtenwort von Erzbischof Franz Lackner zur Aktion Sei So Frei

Liebe Brüder und Schwestern!

Noch vor kurzem haben extreme Niederschläge die südlichen Gebiete unserer Erzdiözese massiv getroffen. All ihnen möchte ich mit den Worten der ersten Lesung zum dritten Adventsonntag ganz besonders mein Mitgefühl und meine Verbundenheit im Gebet ausdrücken. „Sagt den Verzagten“, heißt es bei Jesaja (35,4), „habt Mut, fürchtet euch nicht!“

Die katholische Kirche ist auch Weltkirche. Als Zeichen dieser Verbundenheit im Geis-te der Nächstenliebe möchte ich in diesem Advent den Blick auf Mosambik richten. Im März dieses Jahres hat ein Wirbelsturm große Teile dieses armen Landes im Südosten Afrikas zerstört. Sei So Frei unterstützt im Rahmen der diesjährigen Adventsammlung die Menschen dabei, sich wieder selbst versorgen zu können. Die Bäuerinnen und Bauern erhalten Saatgut, Werkzeuge sowie Kleintiere und werden in landwirtschaftlichen Kursen begleitet. So können sie ihre Felder wieder bestellen, mit der ersten Ernte die Familien ernähren und Vorräte anlegen. Ich möchte Sie um einen Beitrag zu dieser Überbrückungshilfe bitten. 

Alles ist miteinander verbunden in unserem gemeinsamen Haus – das gilt auch für das Netz aus Solidarität und Nächs-tenliebe. Die frohe Botschaft wird uns ebenso im heutigen Evangelium verkündet, wenn Matthäus schreibt (11,5): „Blinde sehen wieder, und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkündet.“ 

Mit diesen bestärkenden Worten des Evangelisten wünsche ich Ihnen, liebe Schwes-tern und Brüder, eine gesegnete Adventzeit und ein Weihnachtsfest voll Freude über die Menschwerdung Gottes.

Es grüßt und segnet Sie

Erzbischof Franz Lackner