Mit der Jugend im Gespräch

Jugendpastoral. Der Zukunftsprozess 2018 der Erzdiözese war die Initialzündung für ein neues neues Straßenseelsorgeprojekt der Katholischen Jugend. Die innovative Geh-hin-Pastoral hört auf den Namen „Chillen auf eigene Gefahr“ und hatte im Pinzgau ihre Premiere.

Zell am See. „Kirche sein heißt nicht verwalten, sondern hinausgehen, missionarisch sein, den Menschen das Licht des Glaubens und die Freude des Evangeliums bringen“, erklärte der Papst in einer Ansprache an die Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz. Auf diesen Leitgedanken von Franziskus baut das neue Seelsorgeprojekt der Katholischen Jugend (KJ) auf. 

Zum ersten Mal war das Straßenseelsorgeprojekt beim jungen Kulturstadtfest Zell am See zu Gast. In ein mit Sitzmöglichkeiten und Handy-Ladegeräten ausgestattetes Pavillonzelt waren junge Leute zum „Chillen auf eigene Gefahr“ eingeladen. Der Sicherheitshinweis lautete: Du kannst in ein Gespräch verwickelt werden! Die Resonanz in Zell am See war sehr gut. Deshalb geht es mit der innovativen Jugendpastoral weiter. Die Jugendleiterinnen und Jugendleiter der Region Pinzgau sind mit dem Pavillonzelt künftig bei Festivals und Veranstaltungen sowie in Freizeiteinrichtungen und Schulen unterwegs.

 „Jugendliche brauchen Orte, an denen sie das Gefühl haben, ,sein‘ zu können, wo sich Gespräche entwickeln und ihnen uneingeschränkt zugehört wird“, ist Projektentwickler und Religionspädagoge Florian Huber überzeugt. Er betont auch, dass es bei „Chillen auf eigene Gefahr“ nicht um Therapie oder um Sozialarbeit gehe. „Vielmehr soll Kirche durch eine Haltung des Da-Seins und des uneingeschränkten Zuhörens in den Lebenswelten von Jugendlichen präsent sein und mit ihnen ins Gespräch kommen.“ 

Fotos (KJ): Zum „Chillen auf eigene Gefahr“ lud die Katholische Jugend in Zell am See ein. Das Angebot kam an, rund um das Zelt entwickelten sich gute Gespräche.

Papst Franziskus stand in Zell am See allzeit für ein Selfie bereit.