Mit Freude und Willen

Mit viel Herz und Tatkraft gibt Vater Daniel dem „Kloster der Jungfrau Maria von Myrtidiotissa“ ein neues Gesicht und pflegt es. Das Kloster liegt auf einer Anhöhe im Südwesten der Ionischen Insel Korfu in Griechenland.  

Vatos. Eine steile steinige Straße entlang des Meeres führt zum gelb leuchtenden „Kloster der Jungfrau Maria von Myrtidiotissa“ auf Korfu. Es liegt im Südwesten der Insel.  Vater Daniel baute das Kloster wieder auf, jetzt erstrahlt es und lockt BesucherInnen an. Zu Ostern 2006 zog er endgültig in das Kloster auf Korfu, wo er seither lebt und griechisch-orthodoxer Abt ist. 

Man nimmt an, dass rund um 1.500 ein türkischer Prinz das Kloster baute, nachdem er eine Vision hatte und die  Marienikone in einem Myrtenstrauch sah. Deshalb auch der Name den das Kloster trägt. „Die Myrthenikone ist eine der 70 Ikonen von Lukas und wird am 24. September in Korfu gedacht,“ sagt  Vater Daniel.

Ein Großteil des Klosters in seiner jetzigen Bauweise entstand erst im 19. Jahrhundert. Vater Daniel, der auch Deutsch spricht, da er in Düsseldorf geboren wurde und dort aufwuchs, lebt alleine im Kloster. Naja, fast. Viele Katzen, Pfaue, Kaninchen, Ziegen und andere tierische Freunde leisten ihm Gesellschaft. Mit minimalen finanziellen Mitteln und der gelegentlichen Unterstützung von jungen Menschen aus Russland, Deutschland, Polen, oder Serbien baut Vater Daniel immer wieder um. „Die alte Ölmühle wurde restauriert und man kann sie besichtigen“, sagt er. Selbst produziert er auch Öl, allerdings maschinell. Es ist ihm ein großes Anliegen sich damit selbst zu versorgen. Eine weitere Aufgabe des Abts ist es, sich um die Flora und Fauna zu kümmern. „Ich arbeite sehr viel, aber es ist eine  sehr schöne Beschäftigung.“ Mit dem Gefühl, eine Zeitreise gemacht zu haben, verlässt man das Kloster, Vater Daniel wird immer kleiner und das Kloster liegt hinter einem; doch die Erinnerung bleibt. tru

 

Bildunterschrift: Zu Ehren der Jungfrau Maria hegt und pflegt Vater Daniel das Kloster mit viel Liebe. Er will es zu einem liturgischen Platz machen um mehr Mönche anzulocken und BesucherInnen einen Platz der Freude zu präsentieren. Foto:tru