Miteinander und füreinander beten

Botschaften aus Salzburgs Partnerdiözesen

Salzburg/Daegu/San Ignacio/Bokungu-Ikela. Covid-19 ist zur weltweiten Pandemie geworden. Auch Salzburgs Partnerdiözesen sind schwer betroffen.

In Südkorea, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu China liegt, ist das Coronavirus zuerst angekommen. Von den 16 Diözesen des Landes war die Erzdiözese Daegu mit Abstand am stärksten betroffen. Bereits seit 20. Februar gibt es keine öffentlichen Messen, Versammlungen und Veranstaltungen und  keine Besuche mehr. Noch ist die Krise nicht überwunden, aber man hofft, dass die Einschränkungen ab 7. April gelockert werden können.

Auch in Bolivien droht ein Corona-Desaster. Der Bischof der Partnerdiözese San Ignacio de Velasco, Robert Flock, schreibt, dass er zuletzt am 19. März einen öffentlichen Gottesdienst gefeiert hat. Dies steht im Einklang mit den neuesten staat-lichen Bestimmungen. Alle öffentlichen Messen, Veranstaltungen und Versammlungen sind ausgesetzt. „Die Maßnahmen gelten offiziell bis zum 31. März, aber ich glaube nicht, dass es möglich sein wird, vor Ostern wieder zur Normalität zurückzukehren“, schreibt Bischof Flock. Auch die für den 3. Mai angesetzten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen wurden bereits verschoben.

Mittlerweile gelten in Bolivien Ausgangsbeschränkungen. „Sr. Aline Silva dos Santos hat geschrieben, dass nicht mehr alle Personen gleichzeitig auf die Straße dürfen, um zum Beispiel einzukaufen. Vielmehr richtet sich das jetzt nach der Endziffer der Nummer im Personalausweis. Sr. Aline darf somit nur am Dienstag einkaufen“, schildert Markus Roßkopf vom Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg.

In der Demokratischen Republik Kongo gibt es bis jetzt wenige Fälle in der Hauptstadt Kinshasa. Präsident Félix Tshisekedi hat den Ausnahmezustand verhängt. Nun ist es verboten, von Kinshasa aus in die Provinzen zu reisen. Die kongolesische Bischofskonferenz hat am 19. März in Kinshasa festgelegt, dass es derzeit keine öffentlichen Messen geben kann. Sie ruft die Gläubigen zum Gebet auf. Bischof Toussaint Iluku berichtet, dass er nach der Bischofskonferenz wegen des Reiseverbots nun in Kinshasa festsitzt.

In dieser weltweiten Krise sind wir nun in besonderer Weise mit den Menschen in den Partnerdiözesen Daegu, San Ignacio de Velasco und Bokungu-Ikela verbunden. Lasst uns miteinander und füreinander beten, rufen die Bischöfe auf.

Foto: 50 Jahre Partnerschaft feierten die vier Diözesen 2018 in Salzburg. Derzeit sind alle mit den Folgen der Corona-Epidemie konfrontiert.

Foto: RB/ibu