Mut zum eigenen Leben

„Mut ist, wenn anderes wichtiger ist als unsere Angst.“

Salzburg. Das sagte Sr. Melanie Wolfers SDS bei der Lesung aus ihrem neuen Buch „Trau dich, es ist dein Leben“ im Bildungszentrum St. Virgil. Um beherzt zu leben, müsse man das Steuerrad des Lebens selbst in die Hand nehmen, meinte Sr. Melanie. Das Wagnis eine falsche Entscheidung zu treffen, bleibe – doch „der schlechteste Weg ist keinen zu wählen“. Jede Entscheidung habe ein Preisschild: Ist es mir den Preis wert? Auch Mut zur Selbstbeschränkung gehöre dazu: andere, auch gute Möglichkeiten scheiden aus. 

Manche seien enttäuscht, wenn das Gebet nicht gegen ihre Angst helfe. „Schon Jesus zeigte, Glaube und Angst schließen sich nicht aus. Manchmal stellt sich im Gebet ein Gefühl ein, von innen liebevoll angesehen zu werden. Das stärkt den Mut, beherzt zu leben.“

Mut könne gelernt und ge-stärkt werden, sagte die Salvatorianerin: „Das Leben meint es manchmal nicht gut mit uns, viele bauen dann einen Schutzpanzer um sich. Doch die Mauer, die mich schützt, engt mich auch ein“, gab sie zu bedenken. Trainieren könne man Mut, indem man mutig sei. „Die Kunst der kleinen Schritte: Tu jeden Tag etwas, wovor du ein bisschen Angst hast, das lässt den Mut wachsen“, empfiehlt sie. In ihrem Buch beschreibt Sr. Melanie auch Stolpersteine zum mutigen Le-ben, etwa Scham und das Streben nach Sicherheit. jup

Foto: Sr. Melanie stellt ihr neues Buch vor, mit dem sie die Rupertusblattleserinnen und -leser durch die Fastenzeit begleitet.

Foto: RB/jup

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