Mutige Initiativen für den Frieden

Papst Franziskus hat in seiner „Urbi et orbi“-Osterbotschaft neue Initiativen für den Frieden in der Welt gefordert. Der auferstandene Jesus Christus möge die Schritte jener leiten, „die nach Gerechtigkeit und Frieden suchen“ und den Verantwortlichen der Nationen den Mut geben, „das Ausweiten der Konflikte zu verhindern und den Waffenhandel zu unterbinden“, so der Papst.

Vatikan. Franziskus rief vor allem zum Schutz der Zivilbevölkerung in Syrien auf. Die Attacke auf einen Flüchtlingskonvoi in Aleppo, durch den am Samstag 112 Menschen ums Leben kamen, nannte er einen „schändlichen Angriff“.


Er bete dafür, dass der auferstandene Christus besonders die Bemühungen aller unterstütze, „die sich aktiv dafür einsetzen, Entlastung und Ermutigung der zivilen Bevölkerung in Syrien zu bringen, die Opfer eines Krieges ist, der nicht aufhört, Schrecken und Tod zu verbreiten“, sagte Franziskus. Ebenso appellierte er zu Frieden im gesamten Nahen Osten sowie in der Ukraine. „Wir alle verlieren, wenn wir uns von der Sünde beherrschen lassen, den rechten Weg und irren wie verlorene Schafe umher“, hob der Papst hervor. Doch Gott selbst sei in Jesus Christus gekommen, um die Menschen zu suchen und zu retten. Christus habe die Menschen durch seine Auferstehung von der Knechtschaft der Sünde und des Todes befreit und ihnen den Weg zum ewigen Leben erschlossen.


Zugleich mahnte der Papst in seiner Botschaft erneut zur Hilfe für Migranten sowie für Opfer von Menschenhandel und Zwangsarbeit. Wer zur Flucht gezwungen sei, habe Christus als Weggefährten, der bei denen sei, „die gezwungen sind, aufgrund bewaffneter Konflikte, terroristischer Angriffe, Hungersnöte oder unterdrückerischer Regime die eigene Heimat zu verlassen“. Dabei würdigte Franziskus die Flüchtlingshelfer als Mitarbeiter des „auferstandenen Hirten“: „Er lässt diese erzwungenermaßen umherziehenden Migranten immer und überall Brüder und Schwesten begegnen, um auf dem gemeinsamen Weg Brot und Hoffnung zu teilen.“ Der Papst gedachte auch der Not leidenden Bevölkerungen im Südsudan, Sudan, Somalia und im Kongo, die unter Konflikten und einer Hungersnot litten. kap

 

Bildtext: Vor dem Verlesen der Osterbotschaft feierte Franziskus mit zehntausenden Teilnehmern aus der ganzen Welt auf dem Petersplatz die Ostermesse. Foto: KNA