Nicht vergessen

Diözese Linz gedachte jenen, die unter den NS-Gräueltaten nach dem „Anschluss“ Österreichs zu leiden hatten.

Linz. Mit einer Gedenkveranstaltung im Bischofshof und der „Langen Nacht der Namen“ im Linzer Mariendom hat die Diözese kürzlich all jener Personen gedacht, die unter den NS-Gräueltaten nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 an das Deutsche Reich zu leiden hatten. 

Namentlich vorgestellt wurden die Bischöfe Johannes Maria Gföllner (1915 – 1941), Bischof Josephus Calasanz Fließer (1941 – 1955) sowie die diözesanen Mitarbeiter und Leitungspersonen Felix Kern, Ferdinand Weinberger, Ludwig Kneidinger, Franz Vieböck, Franz Ohnmacht und Ferdinand Klostermann. Sie stehen stellvertretend für all jene, die aufgrund ihrer christlichen Überzeugung unter den NS-Machthabern litten. 

Bischof Manfred Scheuer be-tonte, dass die Straßen, Häuser und Räume in Linz bis heute eine Geschichte und ein Gedächtnis hätten: Sie seien „gefüllt mit Beziehungen und Ideologien“.  „Die Geschichte der Menschen, derer wir heute gedenken, hat auch unser Leben mitgeprägt“, so Scheuer. „Erinnern und Gedenken sind zutiefst christlich und zeichnen jede humane Kultur aus.“ kap

Foto: „Lange Nacht der Namen“: Katharina Bigus und Franz Froschauer verlesen im Linzer Mariendom die Namen von 1.600 NS-Verfolgten. Foto: RB/Diözese Linz/Appenzeller