Ökologische Herzensbildung

Laudato si. Gelernte Christen können ein Lied davon singen: Wie bekommen wir unsere Überzeugungen dazu, Taten zu werden? Wie wird das „Innere“ – unsere Herzensbildung, unsere Spiritualität – „außen“ sichtbar und spürbar für andere? Hemma Opis- Pieber, Sprecherin der Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche in Österreich, gibt konkrete Tipps zur Umsetzung im Bereich „Ökologie“.

 

 

1.) In mich hineinhören: Was ist mir wichtig? Ernährung? Energie? Mobilität? Bekleidung? Genau dort den ersten Schritt zur Umsetzung machen!

∗ Ernährung: nur mit Liste einkaufen, Bio-Kistl bestellen, Reste besser verwerten 

∗ Energie: LED-Lampen kaufen, Steckerleis-
ten verwenden, meine Stromrechnung lesen lernen

∗ Mobilität: Rad entmotten und am Sonntag zur Kirche radeln, beim Autofasten mitmachen, mein Auto teilen, Jahreskarte für die Öffis kaufen und verwenden, Urlaub ohne Flugzeug

∗ Bekleidung: Insgesamt weniger, aber in besserer Qualität kaufen, „Clean Clothes“ unterstützen (Die Kampagne kümmert sich um die Arbeitsbedingungen von Näherinnen.)

∗ Meinen Kindern die Sündhaftigkeit von Aludosen erklären

2.) Mich mit anderen zusammentun – in der Familie, der Nachbarschaft, der Pfarre. Auch Umwelt-Pfarrgemeinderäte freuen sich über ein Team, denn gemeinsam ist vieles leichter!

Ideen für die Pfarre:

∗ Schöpfungsandacht oder -gottesdienst feiern

∗ Das Pfarrfest nachhaltig gestalten (kein Plastik, auch vegetarische Speisen, Fruchtsäfte vom Bauern, ...)

∗ Bei Veranstaltungen: „Der/die Letzte dreht das Licht ab und die Heizung zurück“

∗ Gemeinsam Laudato si lesen 

3.) Wahrnehmen, welch großes Geschenk uns Gott mit der Schöpfung gemacht hat!

∗ Ein besonderes Platzerl suchen, tief durchatmen und die Schönheit genießen 

∗ Meinen eigenen „Schöpfungspsalm“ schreiben – jede Stimmung ist richtig.

∗ Alles Schöne und Gute auch den anderen gönnen!

Das führt uns zurück zum Anfang: meine christlichen Werte Wirklichkeit werden lassen ...

 

Bild: Die Dankbarkeit für jede kleine Blume, jeden Wassertropfen, die uns Franziskus vorgelebt hat, ist die Grundlage für gelebte Schöpfungsspiritualität.
Foto: luise/pixelio.de

Den Kommentar zum Thema vom Umweltreferenten der ED, Johann Neumayer, lesen Sie im aktuellen Rupertusblatt.