Offen für Neuzugezogene

Christine Holleis hat in Krimml eine Heimat gefunden. Hier wurde sie heimisch und bei der vergangenen Wahl gleich zur Pfarrgemeinderatsobfrau gewählt. 

Krimml. Die Pfarrgemeinderatsobfrau der Pfarre Krimml zog vor acht Jahren nach Krimml. Zuvor war sie Lehrerin für Englisch, Geschichte und Religion an der Hauptschule Stumm im Zillertal. Ihre Kinder Anna und Paul kamen bereits in ihrer neuen „Heimat“ zur Welt und zwar in den Jahren 2011 und 2012: Eine engagierte Frau, die sich für andere einsetzt und für ihren Glauben sowie den Lebensraum Pfarre engagiert.

„2012 habe ich für den Pfarrgemeinderat kandidiert und wurde gleich zur Pfarrgemeinderatsobfrau gewählt. Darüber freue ich mich noch immer, ich sehe es als Vertrauensbeweis. Wie es dazu kam? 2009 habe ich an einer Pilgerreise nach Rom teilgenommen und konnte so erste Kontakte zu unserem damaligen Pfarrprovisor Helmut Friembichler und Menschen aus unserer Pfarre knüpfen. Ich war dann bis zur Geburt meiner Tochter für rund ein Jahr Lektorin in unserer Pfarre.“ 

Für Christine Holleis spielt der Glauben eine große Rolle in ihrem Leben, daher war es für sie auch selbstverständlich, für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren. „ Auf der einen Seite ist es schön, sich in der Pfarre einzubringen, auf der anderen Seite wollte ich als ,Zugezogene‘ auch neue Kontakte in meinem neuen Heimatort knüpfen. Beides ist mir, so hoffe ich, gut gelungen.“

Gemeinschaft leben, Solidarität zeigen

Die Pfarre Krimml ist Teil des Pfarrverbandes Krimml, Wald und Neukirchen, und wird von Pfarrprovisor Mag. Christian Hödlmoser und dem Pastoralassistenten Mag. Ruben Weyringer seelsorglich betreut. Der Pfarrgemeinderat hat zwölf Mitglieder, Christine Holleis beschreibt seine Aufgaben unter anderem so: „Ich sehe unsere Aufgabe darin unseren Pfarrprovisor in allen Belangen zu unterstützen, seine Entscheidungen mitzutragen und auch den Menschen näher zu bringen. Da es erst im September vergangenen Jahres einen Pfarrerwechsel gegeben hat, sind wir gefordert unseren neuen Pfarrer mit den Besonderheiten unseres Ortes vertraut zu machen.“

In Krimml hilft man zusammen, Menschen unterstützen den Pfarrgemeinderat und packen mit an, sei es beim Adventbazar oder beim Pfarrfest, das alle zwei Jahre stattfindet. Die Einnahmen kommen einerseits Projekten der Pfarre zugute, andererseits will man auch über den Tellerrand schauen und helfen. Christine Holleis berichtet stolz davon, dass Krimml schon zweimal Schultaschen für Mary’s Meals gesammelt hat und diese Aktion gerne auch weiterführt. Hier lebt man Gemeinschaft und zeigt Solidarität.

Miteinander wird groß geschrieben

Christine Holleis schreibt das Motto der Pfarrgemeinderatswahl am 19. März 2017 „ich bin da.für“ so weiter: „Ich bin da.für dass wir als Pfarrgemeinderat nicht die Marschrichtung vorgeben, sondern unsere Pfarrgemeinde auf den Weg mitnehmen, den unser Pfarrer eingeschlagen hat.“ Soziale Projekte und größere Bauvorhaben wie etwa die Sanierung des Pfarrhofes stehen auf der Agenda des künftigen Pfarrgemeinderates, auch hier schreiben die Pfarrgemeinderätinnen und -räte das Miteinander groß. 

Die Obfrau hat neben ihrer Arbeit in der Pfarre und ihrer Familie 2015 ihr Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen, das sie bereits während ihrer Zeit als Lehrerin begonnen hat. „Momentan bin ich noch Vollzeitmutter und Hausfrau, möchte mich aber auf dem Gebiet des Arbeits- und Sozialrechts spezialisieren.“ Gemeinwohl und Gemeinwesen leben von den Ideen der Pfarrgemeinderäte, es braucht den Motor, der anspringt, sobald es darum geht, Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Es braucht Menschen wie Christine Holleis, die in einer Pfarre ankommen und dafür sorgen, dass die Pfarre eine Facette von Heimat wird.

Foto (Christina Repolust): Der Glaube spielt im Leben von Christine Holleis eine große Rolle.  Deshalb ist es für sie eine Selbstverständlichkeit, sich in der Pfarre einzubringen und für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren.

 

PGR-Wahl

Jugend geht uns an  – Pfarre ist über weite Strecken Teil der Erwachsenenwelt (geworden). Ihre Strukturen und Themen sind „erwachsen“. 

Viele Pfarren erfahren, dass Ju-gend fehlt. Wir alle – ob jung, ob alt – müssen sagen: „Jugend geht uns an“. Wir haben die Macht, Pfarre für junge Menschen zu öffnen und Jugendbeteiligung möglich zu machen. 

Am 19. März 2017 findet die Pfarrgemeinderatswahl statt. Sie ist eine Möglichkeit, Jugendliche in der Pfarre zu beteiligen, Jugend im PGR zu verankern und den Beteiligungsstil der Pfarre weiterzuentwickeln! 

Infos zum Thema Jugend und PGR-Wahl unter www.jugendgehtunsan.at oder www.kirchen.net/wahl2017