Ohne Schwert

Georg war Soldat und kämpfte dennoch ohne Schwert. Das betonte Militärbischof Werner Freistetter beim Patroziniums-Fest der Wiener Neustädter St.-Ge-orgs-Kathedrale.

Wiener Neustadt. Der „Soldatenheilige“ St. Georg war „nicht nur der Ritter und Drachentöter, sondern sein Wirken geht weit darüber hinaus: Letztlich wurde er Märtyrer, der nicht mehr mit Schwert und Lanze kämpft, sondern den Tod als Christ auf sich nimmt“, betonte Bischof Freistetter in seiner Predigt in der St.-Georgs-Kathedrale. Die Kirche mit dem Grab Kaiser Maximilians I. ist die Kathedrale der Militärdiözese. Bei dem Festgottesdienst wurden mehrere Personen, die sich um das Militärordinariat verdient gemacht haben, mit dem diözesanen St.-Georgs-Orden ausgezeichnet. 

Georg sei „ein Heiliger vieler Gestalten, der die Menschen stets zum Nachdenken animiert hat“, sagte Freistetter. Der frühchristliche Soldat und Märtyrer sei ein internationaler Heiliger von „ökumenischer Weite“, der in unzähligen Sprachen und Kulturkreisen bekannt sei. Georg zählt zu den wichtigsten Soldatenheiligen. An seinem Todestag am 23. April gedenkt die Kirche dem Heiligen.

Seit 1987 ist die katholische Militärseelsorge in Österreich unter dem Dach der Militärdiözese zusammengefasst. Die Militärdiözese ist für rund 100.000 Katholiken im Umfeld des Bundesheeres zuständig.

kap

Foto: mildioz/Schönwälder