Papst betet für Anschlagsopfer

Papst Franziskus hat den Opfern der Anschläge auf drei Kirchen in Indonesien seine besondere Nähe ausgesprochen.  

 

 

Rom. „Ich bete für die Opfer und ihre Angehörigen“, sagte Papst Franziskus. Zusammen wolle man „den Gott des Friedens“ bitten, der Gewalt Einhalt zu gebieten. In den Herzen der Menschen solle es statt Hassgefühlen vielmehr Versöhnung und Geschwisterlichkeit geben. Als er seine Worte sprach, bat er die Menschen auf dem Platz um ihr stilles Gebet. Bei einer Bombenanschlagsserie auf Kirchen im indonesischen Surabaya waren am Sonntagmorgen mindestens zehn Menschen gestorben und 38 verletzt worden. Bei einer ersten Attacke auf die katholische Kirche Santa Maria starben laut Medienberichten vier Menschen, darunter der mutmaßliche Selbstmordattentäter. Bei zwei weiteren Bombenexplosionen in einer protestantischen Kirche sowie einem Gotteshaus einer pfingstkirchlichen Gemeinde kamen weitere Menschen ums Leben. Die beiden großen muslimischen Organisationen Indonesiens kritisierten die Anschläge. „Terror ist falsch und es gibt keine Religion, die solche Verbrechen rechtfertigt“, hieß es in einer Erklärung der „Nahdlatul Ulama“ (NU). Gomar Gultom, Generalsekretär des Dachverbands der protestantischen Kirchen Indonesiens, erklärte: „Wir haben keine Angst vor der terroristischen Gefahr und verlassen uns voll und ganz darauf, dass der Staat diese Bedrohung in den Griff bekommt.“ Zugleich mahnte Gultom, das Programm der Antiterrorbehörde zur Deradikalisierung von Islamisten werde fehlschlagen, wenn Prediger weiterhin ungehindert „Radikalismus und Gewalt“ verbreiten könnten. Im Juni finden in Teilen des Landes Kommunalwahlen statt. Im August ist Indonesien zudem Gastgeberland der internationalen Sportveranstaltung „Asean Games“. Im Oktober findet auf Bali die Konferenz von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) statt. Im Frühjahr 2019 stehen dann Präsidentschafts- und Parlamentswahlen an. Am Montag hat es erneut ein Attentat gegeben. Bei einer Explosion im Hauptquartier der Polizei kamen Medienberichten zufolge die vier Täter ums Leben; zehn Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Polizisten.   kap

Bildunterschrift: Papst Franziskus äußerte sich zu den Anschlägen in Indonesien und betete für die Opfer und deren Angehörige.

Foto: Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA

 

 

 

 

Papst Franziskus mit gefalteten Händen bei der Feier zu 50 Jahren Neokatechumenaler Weg in Rom am 5. Mai 2018 in Tor Vergata in Rom.

Papst Franziskus mit gefalteten Händen bei der Feier zu 50 Jahren Neokatechumenaler Weg in Rom am 5. Mai 2018 in Tor Vergata in Rom.