Pedale für die Flüchtlingshilfe

MIVA unterstützt mit der traditionellen Mai-Sammlung den Jesuiten-Flüchtlingsdienst im kenianischen Kakuma. Die Hilfe kommt in Form von Fahrrädern für Team-Mitglieder.

Kakuma/Wien. Kakuma liegt im Nordwesten Kenias und ist eines der größten Flüchtlingslager Afrikas. Insgesamt leben hier an die 200.000 Menschen, die vor bewaffneten Konflikten in Somalia, im Kongo oder im Süd-Sudan geflohen sind. Ohne den Einsatz des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) und zahlreicher Nichtregierungs-Organisationen wäre ein Leben im Lager kaum möglich. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) betreut so genannte „sichere Häfen“ für Frauen, die von Gewalt bedroht sind. Das Team sorgt sich außerdem um gefährdete Kinder und Jugendliche, hat Schulen eingerichtet und bietet Internet-Fernstudien an.  

Fahrräder für Flüchtlingsdienst 

Im Lager leben junge Menschen, die dort geboren wurden und jetzt selbst schon Kinder haben. Der Mangel an Perspektiven ist für viele schwer erträglich. Der Dienst an den oft traumatisierten Flüchtlingen ist  aber auch für die engagierten Helferinnen und Helfer äußerst fordernd. Wer nicht aus der Umgebung kommt, verbringt die arbeitsfreien Abende und Wochenenden in der Barackensiedlung, die für die NGOs nahe dem Lagereingang errichtet wurde. In der Regel steht ihnen nach jeweils acht Wochen ein zehntägiger Heimaturlaub zu. 

JRS-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter sollen nun MIVA-Fahrräder erhalten. Damit können sie sich im Lager freier bewegen und sind nicht nur von den Mannschaftsbussen und ihren Abfahrtszeiten abhängig. Außerdem ermöglichen ihnen Fahrräder eine flexiblere Freizeitgestaltung. Die Kosten pro Fahrrad belaufen sich auf etwa 120 Euro. Wenn sich die Drahtesel im Flüchtlingslager bewähren, soll die Aktion ausgeweitet werden.

Das katholische Hilfswerk MIVA finanziert Fahrzeuge in Entwicklungsländern. Die Fahrradaktion kommt wie bisher kirchlichen Laienmitarbeiterinnen und -mitarbeitern zugute. Darüber hinaus wurden zuletzt weitere Projekte unterstützt: Fahrrad-Ambulanzen in Simbabwe, Fahrräder für Schulen im Kongo oder eben in diesem Jahr für Flüchtlingshelferinnen und -helfer in Kenia.

Spendenkonto: IBAN AT07 2032 0321 0060 0000

Foto: MIVA/Austria