Pfarre lebt Umweltschutz

Seekirchen geht einen Weg der Nachhaltigkeit

Seekirchen. Der Nachhaltigkeit fühlt sich die Pfarre Seekirchen schon lange verpflichtet. Angefangen hat alles mit der Bäuerin Hilde Högler, die sich unermüdlich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Pfarre einsetzt.

Bei Veranstaltungen der Pfarre Seekirchen klappern Kaffeetassen, klirren Gläser beim fröhlichen Prosten und kratzen Gabeln hörbar die letzte köstliche Kuchencreme vom Teller – ein Herz für Plastik hat hier keiner. Bienen schwirren durch den Stiftsgarten, Insektenhotels bieten Unterschlupf, erhellt werden dunkle Räume konsequent mit LED-Lichtern, die Kirche selbst wird automatisch belüftet und beheizt. Das Stiftsgebäude wurde barrierefrei saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht und fürs leibliche Wohl sorgen gute regionale Produkte, wie Saft aus der Mosterei des Ortes, Würste vom Metzger ein Haus weiter, Brot von einem Ortsbäcker oder EZA-Kaffee. 

Das alles gehört zur Fairen Pfarre – so darf sich die Pfarre Seekirchen seit April nennen. Pfarrer Harald Mattel ist froh, dass er mit Hilde Högler jemanden hat, die alle in der Pfarre mit Umweltbewusstsein ansteckt. Zu ihren Leitsprüchen gehört „geht nicht gibts nicht“ und „auch das kleine Tun hilft“. Als Tropfen auf den heißen Stein des Klimawandels empfindet der Priester die Bemühungen nicht. „Es geht darum, ob mein Tun richtig oder falsch ist, das ist die Motivation“, stellt er klar. Ins gleiche Horn stößt auch Hilde Högler, wenn sie sagt, jeder müsse bei sich selbst anfangen. „Da wo man lebt, muss man schauen, dass man umweltfreundlich bleibt.“

Die „Faire Pfarre“ wird als Projekt vom Umweltreferat, dem Referat für Weltkirche, dem Referat für Pastoral mit Menschen mit Behinderung und EZA Fairer Handel betreut. Es ist eine Selbstverpflichtung für Pfarren zu einem  nachhaltigen und ganzheitlichen Verhalten, das sich zumindest an vier Kriterien orientieren muss: 

  • 1. Sozialer und nachhaltiger Einkauf von Lebensmitteln und Produkten. 
  • 2. Führung eines Energiebuchs und mindestens jährliche Kontrolle des Verbrauchs. 
  • 3. Kein Wegwerfgeschirr oder Getränke in Einwegverpackungen.
  • 4. Barrierefreiheit – nicht nur baulich, sondern etwa auch Maßnahmen für seh- und hörbehinderte Menschen.

Foto: Pfarrer Harald Mattel  ist froh, dass Hilde Högler seit mehr als zehn Jahren der Motor hinter den vorbildlichen Bemühungen für den Umweltschutz in der Pfarre ist.

Foto: RB/bam