Schulschluss für Josef Rupprechter

Abschied. 45 Jahre wirkte er im kirchlichen Dienst und prägte zuletzt auch die österreichische Schullandschaft: Josef Rupprechter (64), seit 2005 Direktor des Katechetischen Amts der Erzdiözese Salzburg, geht in Pension. 

Salzburg. Erzbischof Franz Lackner, Bi-schof Wilhelm Krautwaschl als „Schulbischof“ in der Österreichischen Bischofskonferenz und zahlreiche weitere Ehrengäste dankten dem verdienten Schulmann bei einem Festakt im Borromäum für seine Arbeit. Mit 1. September übergibt er das Amt seinem Nachfolger Anton Lettner.

Erzbischof Lackner würdigte Josef Rupp-rechters Einsatz für die Kirche. „Du hast dich immer eingebracht – auch kritisch. An deine zahlreichen Verdienste erinnern wir uns, das wird bleiben.“  Für die Zukunft und sein Wirken wünschte der Erzbischof dem mittlerweile fünffachen Großvater „alles Gute und den reichen Segen Gottes“.

Josef Rupprechter zeichnete sich durch sein „vielfältiges Engagement“ aus und verlor dabei „nie den Blick auf die Kinder“, sagte der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl in der Laudatio. „Vernetztes Denken wurde dir in diesen Jahren immer wieder abverlangt, weil es gerade im religionspädagogischen Sektor mitunter recht heftig zugeht.“ Als Anhänger des Marchtalplans sei ihm wohl auch der Morgenkreis eine Stütze gewesen „wo du dich fit gemacht hast für die Herausforderungen des Arbeitstags“, so der Bischof.

Als Präsident der Schulamtsleiterkonferenz und des Interdiözesanen Katechetischen Fonds habe sich Rupprechter stets um eine gemeinsame Ausrichtung der Diözesanvertreter bemüht: Bei der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, im Bemühen um die Vereinfachung der Approbation von Lehrbüchern, in der Zusammenarbeit mit den anderen staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften, aber vor allem bei vielen Sitzungen habe Rupprechter stets sein Verhandlungsgeschick eingesetzt. „Du warst und bist mit deinem Humor als Netzwerker, Reiseleiter und Organisator zu einer Art ‚Wirt des Lebens‘ geworden“, schloss Bischof Krautwaschl.

Als Moderatorin führte Elisabeth Mayer, Präsidentin der Katholischen Aktion Salzburg, durch den Abend. Sie bezeichnete Josef Rupprechter „als Stammspieler der Kirche Salzburgs“ und verwies auf seine vielen Wegbegleiter, die vor allem seine lange Wegstrecke mit verschiedenen Funktionen im Borromäum prägten.

Rupprechter selbst blickte auf die vergangenen 55 Jahre zurück:  „Als Zehnjähriger wechselte ich als Schüler ins Borromäum und bin mit Ausnahme von drei Jahren im Haus immer ein und aus gegangen.“ Alles habe seine Zeit, so der gebürtige Wörgler, der den feierlichen Abschied im Borromäum als „bewegenden Moment“ beschrieb und sich bei allen Unterstützern, Mitarbeitern und seiner Familie bedankte. sonneck

 

Bildtext: Josef Rupprechter (2. v. l.) mit Gattin Erni und den Enkelkindern sowie dem Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl (l.), Erzbischof Franz Lackner und Weihbischof Hansjörg Hofer (r). Fotos: sonneck