Segen für die Schöpfung

Am Dreikönigstag wird auch in der orthodoxen Kirche gefeiert – Epiphanie.

„Allerdings wird nicht das Hochfest für die Heiligen Drei Könige begangen, sondern der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer gedacht. Nicht nur in Serbien und Hellas, sondern auch in Salzburg ist das orthodoxe Brauchtum sehr lebendig“, erklärt der hellenisch-orthodoxe Archimandrit Ilias Papadopoulos. 

Am orthodoxen Fest der Epiphanie, auch Theophanie (Erscheinen Gottes) genannt, wird in einer eindrucksvollen Zeremonie das Wasser gesegnet. Ein Holzkreuz wird dreimal dem Wasser übergeben. Papadopoulos und die serbisch-orthodoxen Presbyter Jovan Govedarica und Zoran Vrbaski vollzogen das Ritual – womit sie nicht nur das Wasser, sondern die gesamte Schöpfung segneten. Die orthodoxen Christen nehmen gesegnetes Wasser für ihr Haus, die Haustiere und besondere Güter mit nach Hause. Schon seit 2012 versammeln sich die Salzburger orthodoxen Christen an verschiedenen Orten nahe der Salzach. Heuer fand der Gottesdienst als Teil des traditionellen Feiertages am 20. Jänner am Müllner Steg statt. Zahlreiche serbische und hellenische Familien, Generalvikar Roland Rasser und Vertreter der evangelischen Kirche nahmen teil. 

Foto: RB/Papadopoulos