Seit fünf Jahren ist Krieg in Syrien

Fünf Jahre nach Kriegsbeginn in Syrien bittet „Nachbar in Not“ weiter um Spenden für syrische Flüchtlinge.

Wien. Die Hälfte der rund 23 Millionen Syrer musste vor der Gewalt fliehen – darunter fünf Millionen ins Ausland. Angesichts der „humanitären Notlage“ in Griechenland weitet die Initiative ihren Aktionsradius nun bis nach Europa aus, kündig-te Caritas-Auslandshilfechef und „Nachbar in Not“-Vorstandsvorsitzender Christoph Schweifer an: „Wir sind hier an allen Ecken und Enden gefordert und können die eine Katastrophe nicht gegen die andere ausspielen.“ Mit zehn Millionen Euro hat die Initiative seit Kriegsausbruch im März 2011 Hunderttausende Syrer unterstützt. In den Nachbarländern – hier allen voran Jordanien und der Libanon – werden Unterkünfte bereit gestellt, Lebensmittel ausgegeben und für die nötige medizinische Versorgung gesorgt. „Immer mehr gefordert“ seien die NGOs aufgrund der zurückgehenden internationalen Unterstützung.

Kardinal Christoph Schönborn sprach sich dafür aus, die Idee „humanitärer Korridore“ für Flüchtlinge in Österreich wieder verstärkt aufzugreifen. Er erinnerte an 1.500 Syrer, die im Vorjahr im Einvernehmen mit dem Innenministerium direkt aus den Krisengebieten aufgenommen wurden und sich mittlerweile gut in Österreich integriert hätten. Spenden: „Syrien: 5 Jahre Menschen auf der Flucht“; IBAN: AT05 20111 40040044000; BIC: GIBAATWWXXX. 
kap

In Griechenland und hier allen voran im Grenzort Idomeni gehe es für viele Flüchtlinge „wirklich ums Überleben. Wir haben kranke Kinder, unterkühlte und durchnässte Menschen“, erzählt Christoph Schweifer. Foto: Caritas