Sichtbare Weltkirche

Drei Fenster in die Weltkirche sind Daegu in Südkorea, Bokungu-Ikela in der Demokratischen Republik Kongo und San Ignacio de Velasco in Bolivien. Salzburgs drei Partnerdiözesen stehen am Fest der Erscheinung des Herrn traditionell im Mittelpunkt.  

 

 

Salzburg. Das „Aneinanderdenken, Füreinenderbeten“ zeichnete den „Tag der Partnerdiözesen“ aus: beim Gottesdienst, den Erzbischof Franz Lackner mit den Gläubigen, Sternsingern und Weltkirche-Freunden im Dom feierte und bei der Begegnung im Bischofshaus. In seiner Begrüßung erinnerte Markus Roßkopf, Leiter des Referats Weltkirche in der Erzdiözese, an das 2. Vatikanische Konzil „Die pilgernde Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch.“ Roßkopf hinterfragte aber auch den Missionsbegriff, der seiner Meinung nach viel mit dem Auftrag und dem Mut zu tun habe, an die Ränder zu gehen. „Mit dem Ziel, das Evangelium zu leben.“ 

Voneinander lernen – füreinander sorgen 

Seit der Diözesansynode 1968 ist Salzburg mit Daegu in Südkorea, Bokungu-Ikela in der DR Kongo und San Ignacio de Velasco in Bolivien verbunden. Am 6. Jänner richtet sich der Blick stets auf die vergangenen und kommenden zwölf Monate in den drei Partnerdiözesen: San Ignacio freute sich mit und über Robert Flock, den neuen Bischof. In Bokungu-Ikela dagegen ist der Bischofssitz noch immer vakant. In der Kathedrale von Daegu erklingt seit vergangenen November die Orgel mit österreichischen Wurzeln, erbaut hat die Königin der Instrumente nämlich die Vorarlberger Firma Rieger. Das neue Jahr bringt unter anderem einen Jugendaustausch zwischen Salzburg und Daegu – die Katholische Jugend organisiert eine Reise nach Südkorea. Weltkirchlicher Höhepunkt 2018 ist das Jubiläum „50 Jahre Partnerdiözesen“. Gefeiert wird in Salzburg rund um Ruperti, vom 18. bis 24. September. Erzbischof Lackner hat dazu die Partnerbischöfe eingeladen. 

Bandbreite in der Erzdiözese 

Weltkirche in Salzburg sind Beziehungen, die durch Pfarren und vor allem konkrete Menschen lebendig werden. Weltkirche in Salzburg ist auch die Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit (DKWE). Ihre Mitglieder von AMOS bis zum Zentrum für ostkirchliche Spiritualität zeigen eine große Bandbreite weltkirchlicher Arbeit in der Erzdiözese. Eine neue Broschüre mit allen 19 DKWE-Mitgliedern gibt es beim Referat für Weltkirche.

Tipp: Neue Weltkirche-Broschüre sowie Infos und Anmeldung zum Weltkirche-Seminar 2018 unter 0662/ 8047-7605, referat@weltkirche.kirchen.net oder www.weltkirche.kirchen.net; Seminar „Weltkirchliche Arbeit in der Einen Welt“ am 24. 2. in St. Virgil, Salzburg.

Foto (ibu): Die Erzdiözese  feierte den „Tag der Partnerdiözesen“ mit einem Gottesdienst und einem Beisammensein im Bischofshaus. Im Bild v. l.: Weltkirche-Referent Markus Roßkopf, Benjamin Mpongo Emeke (Vertreter der Partnerdiözese Bokungu-Ikela), Erzbischof Franz Lackner, Br. Andreas Holl (Vertreter der Partnerdiözese San Ignacio de Velasco), Prälat Martin Walchhofer (Bischofsvikar für die Weltkirche) und  Johannes Shin (Vertreter der Partnerdiözese Daegu). 

 

 

Zur Sache von P. Anton Ringseisen msc ist Vorsitzender von AMOS

AMOS – diesen Namen des alttes-tamentlichen Propheten Amos, der sich gesellschaftskritisch kein Blatt vor den Mund nahm, wählten sich vor 30 Jahren 18 missionarische Gemeinschaften in der Erzdiözese Salzburg (AMOS = Alle Missionierenden Orden Salzburgs). So wie er sehen auch sie   sich heute gerufen, gemeinsam ihre Stimme  für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung in der „Einen Welt“ zu erheben und auf den Willen Gottes aufmerksam zu machen. 

Zwölf Ordensgemeinschaften ha-ben jetzt noch insgesamt 21 SalzburgerInnen in Übersee  im Einsatz (siehe Weltkarte Seite II/III). Heute bemühen sie sich primär um eine qualifizierte Ausbildung einheimischer Kräfte. 2017 finanzierten sie so gemeinsam den Bau eines Bildungszentrums für Katechisten in der afrikanischen Partnerdiözese Salzburgs Bokungu-Ikela mit.

Zusammen mit den Herz-Jesu-Missionaren tragen sie in der ED Salzburg das „Bondeko“= „Ort der Begegnung für Eine Welt“ mit. Hier können Jugendliche wie auch Erwachsene regelmäßig Menschen mit Erfahrungen aus der so genannten Dritten Welt   begegnen. Der Leiter Mathieu Lobingo ist selbst Kongolese.

Bei den dreimal jährlich stattfindenden Treffen in verschiedenen Or-denshäusern, wo auch das eigene Ordenscharisma vorgestellt wird, geht es um neue Sichtweisen in der Ökumene und im interreligiösen Dialog, um das Besprechen von Problemen und das Angehen von gemeinsamen Projekten im Dienst der Weltkirche.