So viele Täuflinge wie noch nie

Ein prägendes Ereignis für jeden Christen ist die Taufe. Papst Franziskus verwies auf die Bedeutung dieses Sakramentes. Am Sonntag taufte er in der Sixtinischen Kapelle 34 Säuglinge und erzählte über die Taufe Jesu.

Vatikan.  Noch nie hatte Papst Franziskus so viele kleine Taufkandidaten wie in diesem Jahr. In der Sixtinischen Kapelle taufte er 34 Säuglinge. Üblicherweise handelt es sich um Kinder von Vatikanmitarbeitern. Davon waren in diesem Jahr 18 Mädchen und 16 Jungen dabei.
Der Anlass war das Fest der Taufe Jesu, das am Sonntag nach dem Dreikönigstag stattfand. Nachdem der Papst die Eltern nach den Namen für die Säuglinge gefragt hatte, legte er den Eltern und den Paten der Kinder ans Herz den Glauben „in der Sprache der Liebe  weiterzugeben“. Und das könne nur  im Dialog „mit dem Vater, der Mutter, der Oma und dem Opa“ gelingen.

 Beim Taufen hatte das eine oder andere Kind geweint, der Papst nahm darauf sofort Bezug und gab den Eltern und Paten mit auf den Weg: „Wenn sie weinen, weil ihnen zu warm ist oder sie Hunger haben, dann gebt ihnen zu essen –auch hier in der Kirche. Das ist die Sprache der Liebe.“

Erinnern an die eigene Taufe

„Kennt ihr das Datum eurer Taufe“, fragte Papst Franziskus beim traditionellen Mittagsgebet die Menschen auf dem Petersplatz. Falls nicht, so sollten sie jemanden fragen, der damals dabei war. „Denn das Datum eurer Taufe ist ein Tag großer Freude, an dem ihr geheiligt wurdet, an dem Gott euch seinen Geist geschenkt hat“, so Franziskus. 

Die Taufe sei kein Ereignis in der Vergangenheit, sondern wirke ein Leben lang. Wer den Tauftag vergesse, laufe Gefahr, all das zu vergessen, was Gott einem in der Taufe geschenkt habe. Vor allem das Geschenk des Heiligen Geistes, der es ermöglicht als Christ zu leben. Die Taufe Jesu war ebenfalls im Gespräch:  Jesus habe die Stimme des Vaters aus dem Himmel gehört, nachdem er sich am Ufer des Jordan mit den sündigen und schwachen Menschen in eine Reihe gestellt hatte, um die Bußtaufe des Johannes zu empfangen. Da habe Gott Jesu Identität und Mission bestätigt. Wie in Bethlehem habe Gott auch am Jordan sein Versprechen wahr gemacht, die Last des Menschseins auf sich zu nehmen. kap

 

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