Sonnenblume als Vorbild

Der Tag des Lebens wird in ganz Österreich am 1. Juni begangen. 

Salzburg. Im Mittelpunkt stehen Menschen in unterschiedlichen signifikanten Le-benssituationen: Familien, Schwangere, Kleinkinder, aber auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen und alte Menschen. 

Ein Höhepunkt in der „Woche für das Leben“, unter der die Aktionen rund um den Tag des Lebens zusammengefasst sind, ist der Kindergottesdienst mit Erzbischof Franz Lackner im Salzburger Dom. Eltern mit ihren Kindern, Jungschargruppen und viele große und kleine Gottesdienstbesucherinnen und -besucher waren zu der Feier am vergangenen Samstag in die Bischofskirche gekommen – der Erzbischof ging in seiner Predigt auf sie ein: „Wie die Sonnenblume sich nach der Sonne ausrichtet, so richten wir unser Leben nach Gott aus“, erklärte Lackner den Kindern. „Gott ist groß und zugleich klein. Denn als kleines Kind ist er auf die Welt gekommen – könnt ihr euch das vorstellen?“, fragte Lackner die jungen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher, die viele kreative Antworten für die Fragen des Salzburger Erzbischof bereit hielten. Im Anschluss kamen die Familien und Jungschargruppen aus der ganzen Erzdiözese noch im Garten des Erzbischofs zusammen und bekamen als Andenken ein Kreuz überreicht.

Schätzen und schützen

Erzbischof Franz Lackner hat anlässlich dieses Tages auf den Wert des menschlichen Lebens vor allem an dessen Beginn und Ende verwiesen: „Rund um den Tag des Lebens wollen wir ein sichtbares Zeichen für den Wert menschlichen Lebens setzen. Beginn und Ende unseres Daseins sind immer Brückenmomente, gleichsam heilige Momente, die nicht dafür gemacht sind, sie unsererseits gänzlich zu bestimmen und allein der menschlichen Kontrolle zu unterwerfen. Nirgends hat der Mensch so sehr Schöpferanteil, als an der Weitergabe des Lebens. Wir dürfen dankbar sein für so vieles, was uns die Medizin an Möglichkeiten schenkt. Je mehr der Mensch sich aber anmaßt, Anfang und Ende des Lebens in seine ausschließliche Machbarkeit zu stellen, desto mehr wird die Substanz des Lebens, von der wir alle zehren, verloren gehen. Der Sinn des Lebens droht damit zusehends zu schwinden. Denn sein Anfang und sein Ende weisen tief in Gott hinein, der ein Gott der Lebenden ist. Von ihm haben wir unser Leben als göttlich-menschliche Gabe erhalten, die es zu schätzen und zu schützen gilt“, so der Salzburger Erzbischof. Mehr Informationen zum Tag des Lebens und zur Woche für das Leben unter: www.wochefuerdasleben.net

Claudia Höcker-Pernkopf

 

Foto: Im Gespräch. Beim Kindergottesdienst „Stell dich in die Sonne“ im Salzburger Dom kam Erzbischof Franz Lackner mit den jungen Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern ins Gespräch.

Foto: RB/chp