Spenden und helfen vor der Haustüre

Umverteilung am Welttag der Armen am Sonntag, 17. November

Salzburg. „Als Bauernbub habe ich gelernt: Man darf einen Armen nicht ohne Hoffnung gehen lassen“, sagt Pfarrer Alois Dürlinger. In seinem Pfarrverband im Süden der Stadt Salzburg ist das Hin- statt Wegschauen gelebte Praxis – das ganze Jahr  über und besonders am Welttag der Armen, der heuer auf den 17. November fällt. Eingebunden in das Netzwerk „ArMut teilen“ findet in Morzg (für Salzburg Süd), Liefering, St. Martin, Mülln,  Parsch und Itzling das Umverteilen nach dem bewährten Motto statt: „Wer kann, der gibt, wer an der Armutsgrenze lebt, bekommt.“ Projektleiter Thomas Neureiter verweist auf eine beeindruckende Zahl: „In  bisher 15 Jahren gingen 530.000 Euro an Menschen in Not.“  Das kleine Jubiläum ist Grund genug für einen Blick in die Umverteilungspfarren – zu lesen in der aktuellen Printausgabe des Rupertusblattes.

Welttag der Armen in der Erzdiözese Salzburg

Welttag der Armen findet immer am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres statt. Papst Franziskus führte den Gedenktag 2017 ein, um den Fokus stärker auf Menschen am Rand der Gesellschaft zu rücken und sie in die Mitte zu nehmen. Heuer lautet das biblische Motto: „Der Elenden Hoffnung ist nicht für immer verloren“ (Psalm 9, 19). Für Thomas Neureiter, Leiter von  „ArMut teilen“ in Salzburg sind diese Psalmworte ganz aktuell: „Der Glaube gibt die Hoffnung wieder zurück, der angesichts von Ungerechtigkeit, Leid und Unsicherheit verlorengegangen ist.“

  • In Salzburg leben 82.000 armutsgefährdete Menschen. Die Armutsgefährdungsschwelle lag 2018 bei 1.259 Euro pro Monat für einen Erwachsenen.
  • Umverteilungstag am Sonntag, 17. November, 9 bis 12 Uhr, in den Salzburger Stadtpfarren: Mülln, Liefering, St. Martin, Itzling (mit ABZ zusammen), Parsch, Salzburg Süd (Morzg) Zum Spenden einfach in einer der Pfarren vorbeikommen oder einen Betrag überweisen – die Spendenkonten gibt es auf www.armut-teilen.at

Lebensmittelsammlung

Die Caritas sammelt am Welttag der Armen am 17. November, der mit dem  „Elisabethsonntag“ der Caritas zusammenfällt, Lebensmittel. In immer mehr Haushalten reicht das Geld nicht bis zum Monatsende. Es fehlt am Notwendigsten, wie nahrhaftem Essen. Die Caritas sammelt deshalb Lebensmittel und Hygieneartikel für Menschen in Not aus der Region: Zucker, Mehl, Nudeln, Reis, Speiseöl, Kaffee, Tee, Honig, Kekse, Schokolade und kleine Fruchtsäfte. Lebensmittelgutscheine sind ebenfalls sehr willkommen. Damit können sich Menschen frisches Obst und Gemüse oder Fleisch kaufen. Spenden bitte direkt in den Caritas-Zentren abgeben: Bischofshofen, Tamsweg, Zell am See, Wörgl und St. Johann in Tirol, im Caritas Logistikzent-rum in Hallwang und Neumarkt am Wallersee (Carla-Shop) oder bei den Gottesdiensten zum Elisabethsonntag in den Pfarren. Detaillierte Infos und Abgabezeiten: www.caritas-salzburg.at 

  • Sonntag, 17. November,  9.30 Uhr: Caritas-Gottesdienst in der Pfarre Salzburg-St. Elisabeth mit Weihbischof Hansjörg Hofer und Pfarrer Heinrich Wagner 
  • Dienstag, 19. November,  12 bis 14 Uhr, Plainstraße 42a, Salzburg. Startschuss für ein monatliches Charity-Mittagessen, das immer am 19. jeden Monats für das „Haus Elisabeth“ stattfindet. Als Premiere übernimmt Sepp Schellhorn mit seinem Team vom M32 den Elisabeth-Lunch. Tischreservierung: verein.haus.elisabeth@caritas-salzburg.at

Gruppenfoto: Gemeinsam rufen sie zum „ArMut teilen“ auf (v. l.): Thomas Neureiter (Mülln und Projektleiter von „ArMut teilen), Pfarrer Alois Dürlinger, Sr. Franziska König und Ingrid Sommer (Morzg), Monika Walchhofer (Dompfarre), Herta Limoser (Parsch), Susanne Lechner (Mülln) und Lisa Huber (Liefering).

Fotos: eds/Caritas