Spendenaufruf für Mosambik

Nach der Zyklonkatastrophe in Mosambik bitten kirchliche Organisationen dringend um Spenden für Soforthilfe für das südostafrikanische Land.

Wien, Sofala. Für viele Menschen gehe es „ums nackte Überleben“, sagte etwa Franz Hehenberger, Geschäftsführer von „SEI SO FREI“, der entwicklungspolitischen Organisation der Katholischen Männerbewegung (KMB).

Auch „Jugend Eine Welt“ bittet dringend um Unterstützung für die Don-Bosco-Nothilfe vor Ort. „Durch die aktuelle humanitäre Katastrophe stehen unzählige Menschen, die ohnehin kaum das Notwendigste zum Leben hatten, buchstäblich vor dem Nichts“, so die Don-Bosco-Aktion Österreich. Betroffen seien vor allem die Provinzen Sofala und Tete, wo beide NGOs Entwicklungsprogramme unterstützen. 

Wegen der Überflutungen seien rund 95 Prozent aller Häuser zerstört worden.„Unsere Partnerorganisation Esmabama wird schnellstmöglich mit einer Aufnahme der Schäden und der Abklärung von Hilfsmöglichkeiten beginnen. Es braucht nun rasch unsere Hilfe, um die Menschen in der Provinz Sofala mit dem Notwendigsten zu versorgen. Bitte helfen Sie jetzt“, so Salzburgs „SEI SO FREI“-Projektreferent Wolfgang Heindl. 

Infolge des Tropensturms wurden nicht nur die Häuser in den Städten, sondern auch die einfachen Lehmhütten der bitterarmen Landbevölkerung zerstört, berichtete „SEI SO FREI“-Projektpartner Fabrizio Graglia. Außerdem wurden die Felder und Gemüsegärten der Landbevölkerung verwüstet „und damit ihre gesamte Nahrungsquelle“. Die Menschen müssten unter Planen leben und würden versuchen, sich so vor dem Regen zu schützen, so Graglia.

Die Caritas Österreich entsendete angesichts der dramatischen Lage zwei Katastrophenhelfer in das Krisengebiet. Andreas Zinggl und Harald Grabher werden die Caritas in Mosambik bei der Koordination der Hilfe unterstützen. „Die Menschen im Katas-trophengebiet haben alles verloren. Sie brauchen jetzt dringend ein Dach über dem Kopf, Nahrungsmittel und medizinische Hilfe“, bat Caritas-Präsident Michael Landau dringend um Spenden. „Zuallererst müssen wir so schnell wie möglich Nahrung und sauberes Wasser zur Verfügung stellen, außerdem brauchen die Menschen schnell erste medizinische Versorgung“, sagt Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner. kap

Foto: Hilfsorganisationen befürchten hunderte Tote in Mosambik, Simbabwe und Malawi. Hunderttausend Menschen wurden durch den Zyklon Idai obdachlos. 

Foto: RB/Caritas/Emenaket