Tägliche Stürme

Weltcaritas-Präsident Luis Antonio Tagle zum Klimawandel.

Wien. Weltcaritas-Präsident Luis Antonio Tagle warnte bei einem Kongress in Wien vor den Folgen des Klimawandels. 

„Auf den Philippinen gibt es mittlerweile zwischen 20 und 25 Taifune pro Jahr“, so der Erzbischof von Manila über die Situation in seiner Heimat, den Philippinen. Die Caritas sehe es als eine ihrer vorrangigen Aufgaben, bei Naturkatastrophen Hilfe zu leisten – „und auch bei den von Menschen verursachten Tragödien“, erklärte Tagle. Er besuchte vor kurzem Österreich und war Hauptredner eines Großkongresses über Humanitäre Hilfe an der Universität Wien. Arbeitslosigkeit, Konflikte, Hunger und Armut seien „tägliche Stürme“, die einen großen Teil der Menschheit beträfen, sagte der Präsident von „Caritas Internationalis“, der Dachorganisation der weltweit 165 nationalen Caritasverbände. Viele der Konflikte in aller Welt hätten vor allem wirtschaftliche und politische Ursachen. Die Caritas nehme nicht Partei, sondern versuche das Leid von Menschen unabhängig von deren Religion oder Herkunft zu lindern. 

Mit der Wiener philippinischen Community feierte Tagle während seines Aufenthalts einen Gottesdienst im Stephansdom. In seiner Predigt unterstrich er, dass es im Christentum um konkrete Taten der Nächstenliebe gehe. „Durch die Liebe und das Leben nach den Geboten werden die Welt und die Menschheit gerechter.“   kap

Foto: Die Caritas sei der „dienende Arm der Kirche“ sagte Weltcaritas-Präsident Luis Antonio Tagle – im Bild mit Österreichs Caritas-Präsident Michael Landau (r.). / Foto: RB/kap