Tausende werben für den Glauben

Marsch für Jesus. Etwa 18.000 Christen aus verschiedenen Konfessionen gingen am Samstag in Wien auf die Straße. Sie warben öffentlich für ihren Glauben und setzten ein Zeichen für Solidarität mit verfolgten Christen.

Wien. Start und Ziel des Marsches um die Wiener Innenstadt war der Heldenplatz vor der Wiener Hofburg. Viele Teilnehmer trugen „I love Jesus“-T-Shirts oder Banner mit den Aufschriften „Jesus 4ever“ oder „Jesus ist cool“. Neben zahlreichen Verantwortlichen christlicher Konfessionen hatte auch der Fußballer David Alaba zum Marsch eingeladen. Er hatte von einem „super Event“ gesprochen, bei dem es um ein „gemeinsames öffentliches Statement“ gehe, „dass wir Jesus lieben und zu ihm gehören“. In einer SMS meinte er: „Ich wäre gerne bei euch, doch leider muss ich heute noch arbeiten.“

Beim „Fest für Jesus“ auf dem Heldenplatz dankte Außenminister Sebastian Kurz den christlichen Kirchen für ihr gesellschaftliches Engagement. Besonders würdigte er den Einsatz zahlreicher Christen bei Asyl und Integration. Kurz forderte weltweit größeres Engagement gegen Christenverfolgung. Er sprach von rund 100 Millionen Christen, die weltweit aufgrund ihres Glaubens Repressalien und Verfolgungen ausgesetzt sind. „Da dürfen wir in Österreich und in Europa nicht wegsehen.“ Auch Kardinal Christoph Schönborn sprach über das Thema Religionsfreiheit und Verfolgung. Wenn Christen sich solidarisch zeigen mit den leidenden Christen in aller Welt, sollten sie nicht den Blick auf das eigene Leiden verengen, sondern stets das Leiden aller Verfolgten im Blick haben. Gemeinsam stünden die Christen vor der gewaltigen Herausforderung, die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu sichern.

Die Wiener Gemeinderätin und Menschenrechtssprecherin der ÖVP Gudrun Kugler nahm in ihrer Rede auf die Geschichte des Heldenplatzes Bezug: „Hier haben wir Österreicher einem falschen Führer zugejubelt, der mit falschen Versprechungen und Thesen die größten Verbrechen eingeleitet hat. Heute bekennen wir hier unsere Hoffnung auf den wahren Erlöser und unseren Glauben an Jesus Christus! Und aus der Geschichte lernen wir, wie viel Verantwortung jeder Einzelne hat!“
kairos

Der „Marsch für Jesus“ ist Teil der weltweiten Bewegung „Global march for Jesus“, die erstmals 1987 in London stattfand. Foto: Kugler