Thema im Gespräch

Jugendliche brauchen Perspektiven

Salzburg. Keine adäquate berufliche Ausbildung, zu wenige gute Arbeitsplätze, kaum Chancen zum Aufbau einer eigenen Existenz. Ein Teufelskreis: Jeder dritte Jugendliche in Ländern des globalen Südens lebt in Armut, obwohl er Arbeit hat. Selbst bescheidene Erwartungen auf ein besseres Leben werden so nicht erfüllt. Was junge Menschen anfällig für extremistische Bewegungen mache. „Junge Menschen haben ein Recht auf Bildung, auf Ausbildung und Arbeit“, sagt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der internationalen Hilfsorganisation Jugend Eine Welt anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August. Dieser wurde zur Förderung der Jugend und des Austausches mit ihr von den Vereinten Nationen 1999 eingeführt. „Ohne Chancen für die Jugend ist eine Gesellschaft nicht gerecht, bleiben Staaten politisch nicht stabil und können sich so nicht weiterentwickeln“, warnt er.

 

Bildtext: Reinhard Heiserer: „Seit 20 Jahren investiert Jugend Eine Welt weltweit stark in berufliche Ausbildungsstätten: Nur mit gezielten, an lokale Gegebenheiten angepassten Initiativen lassen sich ausgegrenzte Jugendliche zurück in die Gesellschaft holen.“ Foto: Jugend Eine Welt