Thema im Gespräch

Solidarität mit Amazonas-Katholiken

St. Pölten. Mehr Solidarität mit den Katholiken im Amazonas wünscht sich Bischof Erwin Kräutler von den österreichischen Bischöfen wie auch von der weltweiten Kirche. Papst Franziskus habe alle Bischöfe dazu aufgerufen, über neue Formen der Zulassung zum Weihepriestertum nachzudenken. Und das sei dringender denn je, so Kräutler mit Blick auf die Amazonas-Diözese Xingu, wo es einen „unvorstellbaren“ Priestermangel gebe. In der Diözese Xingu, die rund vier Mal so groß ist wie Österreich, für 800 Gemeinden gerade einmal 30 Priester. 70 Prozent der Gläubigen könnten höchstens vier Mal im Jahr die Eucharistie feiern. „Und da müssen einfach die Alarmglocken läuten“, so Kräutler. Den Menschen im Amazonasgebiet gehe deshalb auch vielfach das Verständnis für die Eucharistie verloren, warnte der Bischof. Und damit würden auch die Grenzen zu den vielen evangelikalen Gruppen im Land verschwimmen, die viel Zulauf hätten.

 

Bischof Kräutler: „Das Zustandekommen einer Eucharistiefeier dürfe nicht davon abhängen, ob ein zölibatär lebender Priester vorhanden sei. Er fordert deshalb neue Formen der Zulassung zur Weihe. Foto: kathbild

 

 

 

Erwin Kräutler