Thema im Gespräch

Mahnwache wider das Vergessen

Salzburg. 30 Jahre ist der Supergau von Tschernobyl her, die Havarie in Fukushima nur 5. Doch die Unglücksfälle scheinen vergessen: Die japanische Regierung kündigte bereits den Bau mehrerer neuer Atomreaktoren an. Zum Jahrestag veranstaltet die Plattform gegen Atomgefahren Salzburg (PLAGE) daher eine Mahnwache wider das Vergessen: „Österreich wurde vor 30 Jahren durch den radioaktiven Niederschlag über Nacht zu der am stärksten betroffenen Region Westeuropas“, betont PLAGE-Projektmanagerin Julia Bohnert. „Wir erinnern an eine andauernde Tragödie – die erhöhte Strahlenbelastung ist bis heute messbar. Wir erinnern, um in der Gegenwart und Zukunft die wesentlichen Fragen stellen zu können.“ Bei der Veranstaltung werden Zeitzeugen aus unterschiedlichen Perspektiven von der kontinentalen Katastrophe erzählen – darunter Ärzte und Aktivistinnen.
sab

Mahnwache: Montag, 25. April, ab 20.00 Uhr, Wackersdorfdenkmal am Mozartplatz, Salzburg. Statements von Zeitzeugen werden von Trommelrhythmen und einem Lichtermeer umrahmt. Zu verkosten gibt es „Anti-Atom-Waffeln“. Foto: PLAGE