Thema im Gespräch

Ein Plädoyer für mehr Weltoffenheit 

Wien. Mit einem leidenschaftlichen Appell für mehr Weltoffenheit sowie Solidarität in Österreich und einem dafür nötigen qualitätsvollen Journalismus hat „Furche“-Herausgeber Heinz Nußbaumer den diesjährigen Concordia-Preis für sein Lebenswerk entgegengenommen. „Mangelndes Interesse an der Welt untergräbt die Solidarität“, konstatierte der katholische Publizist bei der Feier. Österreich habe als Land mit vielen verpassten Chancen eine „geistige Durchlüftung“ nötig. Dafür brauche es mehr Unterstützung seitens der Verleger, aber auch eine Medienpolitik im Blick auf Qualität und Österreich-Bezug. Zuvor hatte die Jury des weltweit ältesten Presseclubs den unermüdlichen Einsatz Nußbaumers für eine verantwortungs- und zugleich niveauvolle Wahrnehmung der „vierten Macht im Staat“ gewürdigt. Er ermutige zu „mehr Widerstandskraft gegenüber Trivialisierung, Quotendruck und Zumutungen von außen“. kap

 

Bildtext: Nußbaumers Einsatz in „unterschiedlichen Rollen für interreligiösen Dialog und Verständnis zwischen den Weltreligionen“ hat die Concordia-Jury hervorgehoben. Foto: eds