Thema im Gespräch

Neues Marienfest ist ein Statement

Vatikan. Das neue Fest „Maria, Mutter der Kirche“, das am kommenden Pfingstmontag zum ersten Mal weltkirchlich begangen wird, birgt Chancen für eine theologische Weiterentwicklung der Frauenfrage in der Kirche: Diese Ansicht vertritt die Osnabrücker Dogmatikprofessorin Margit Eckholt. Das neue katholische Marienfest erinnere an die gleiche Würde von Mann und Frau. „Maria steht im Grunde für alle Menschen in der Nachfolge Jesu Christi, und das ist es, was wir heute herausarbeiten müssen. Wir haben die Möglichkeit, über den Blick auf Maria die Volk-Gottes-Ekklesiologie in einer partizipativen Weise weiter zu entfalten. Es geht um die gleiche Würde in der Nachfolge Jesu Christi von Mann und Frau“, so Eckholt. Mit Maria komme allen Christen, die ja in dieser Nachfolge stünden, gleiche Würde zu, „auch im Blick auf die Verkündigung des Evangeliums“. kap

 

Bildtext: Margit Eckholt: Mit dem neuen Fest versuche Papst Franziskus, die Rolle der Frau in der Kirche über liturgische Neuerungen zu stärken.  Foto: Universität Osnabrück