Thema im Gespräch

„Designerbaby“: Mehr Kontrolle nötig

Wien. An die Geburt des ersten mittels In-Vitro-Fertilisation (IVF) gezeugten Babys, Louise Brown, vor 40 Jahren am 25. Juli 1978 hat der Generalsekretär der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Josef Pumberger, in Wien erinnert. Man habe Louise mit Jesus verglichen und von der „am sehnlichsten erwarteten Geburt seit 2.000 Jahren“ gesprochen. Inzwischen wurden sechs Millionen durch IVF gezeugte Kinder geboren und die Fortpflanzungsmedizin bewege sich in Richtung „Designerbaby“ und Selektion. Es stellten sich viele ethische und rechtliche Fragen, der Gesetzgeber hinke hinterher. Dringend bedürfe es daher der Einhaltung klarer Grenzen und des bislang mangelhaft umgesetzten Fortpflanzungsmedizin-Gesetzes. Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreich, erinnerte etwa an das fehlende zentrale Spendenregister bei Eizellen- und Samenspenden. kap

 

Bildtext: Alfred Trendl: Grobe Versäumnisse ortet er bei der Qualitäts- und Erfolgskontrolle fortpflanzungsmedizinischer Verfahren. „Wir brauchen klare Regelungen für eine genaue und korrekte Dokumentation aller Vorgänge und ihrer Komplikationen.“