Thema im Gespräch

Soziale Kälte in der Menschenrechtsstadt Salzburg

Salzburg. Eine Winternacht im Freien verbringen zu müssen ist nicht nur kalt. Sie kommt in Salzburg auch teuer. 13 Notreisende, die im Volksgarten übernachteten, erhielten im November Strafbescheide. Das Landesverwaltungsgericht stufte die Plastikplanen, die sie zum Schutz gegen den Regen spannten als Zelte ein. Jetzt müssen die Obdachlosen insgesamt 880 Euro zahlen. Betroffen reagiert Pfarrer Alois Dürlinger. „Kann denn ein notdürftiger Schutz gegen Niederschlag wirklich ein Vergehen sein, das mit Geldstrafen zu ahnden ist? Mein Zugang ist helfen statt strafen.“ Die Plattform für Menschenrechte weist darauf hin, dass Streetwork Konflikte gelöst oder entschärft habe. Sprecherin Barbara Sieberth fordert einen Ausbau dieser Maßnahme. Die Plattform und Pfarrer Dürlinger bitten außerdem um Spenden, weil die notreisenden Roma die Strafen nicht aus eigenen Mitteln aufbringen können. Konto des Rechtshilfefonds, Kennwort Campierverordnung: IBAN AT90 2040 4000 0358 8407  

Foto: Barbara Sieberth ist Sprecherin der Plattform für Menschenrechte: „Dieser Umgang mit Obdachlosen ist der Menschenrechts-Stadt Salzburg nicht würdig.“

Foto: RB/privat