Theologischer Preis ging an Joas

Auszeichnung. Der „Theologische Preis“ der Salzburger Hochschulwochen wurde an den bekannten deutschen Soziologen und Sozialphilosophen Hans Joas verliehen. Der renommierte, mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt das theologische Lebenswerk Joas‘. 

Salzburg. Sein Lebenswerk sei für eine zeitgemäße und zeitsensible Theologie gleichermaßen „anregend, herausfordernd“ und „immer wieder produktiv“, zitierte Hochschulwochen-Obmann Martin Dürnberger aus der Begründung der Jury. Darüber hinaus zeichne sich Joas durch eine „Form kritischer Zeitgenossenschaft“ aus, die für „drängende Fragen und Probleme der Gegenwart sensibel“ sei und ein klares Bewusstsein von den Ressourcen wie auch Problemen besitze, „die Religionen in diesen Gemengelagen einbringen“. In seiner Laudatio bezeichnete der Koblenzer Religions- und Rechtsphilosoph Matthias Jung die Theologie bzw. theologische Fragen als den „Glutkern“ im Denken Joas‘. Bereichernd für die Theologie sei Joas‘ Werk vor allem im Blick auf seine Handlungstheorie und seine Arbeiten zur Entstehung der Werte, so Jung.

Publikumspreis für Theologin

Der „Publikumspreis“ der Salzburger Hochschulwochen ging heuer an die Wiener Theologin Annika Schmitz. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis ist eine Förderung für Nachwuchswissenschaftler der Jahrgänge 1982 und jünger. Schmitz setzte sich mit ihrem Vortrag über Sprachlosigkeiten in der Moderne und die Bedeutung diskursiver Aneignung u.a. des Glaubens gegen den Klagenfurter Theologen Bernhard Kronegger (2. Platz) und den Mainzer Erziehungswissenschaftler Chris-tian Armbrüster (3. Platz) durch. kap

Foto: Bei der Preisverleihung: Erzabt Korbinian Birnbacher, St. Peter, Martin Dürnberger, Hans Joas, Rektor Heinrich Schmidinger und Erzbischof Lackner (v. l.). Publikumspreis: 1. Platz: Annika Schmitz, 2. Platz: Bernhard Kronegger, 3. Platz: Christian Armbrüster (r.). Fotos: kathpress