Über Grenzen hinweg

Weltkirche. Bewusst war der Blick in den Tagen des Zukunftsfestes der Erzdiözese auch auf die Weltkirche gerichtet. Salzburg feierte mit Daegu, San Ignacio de Velasco und Bokungu-Ikela 50 Jahre Diözesanpartnerschaften. „Die Christen und Christinnen von dort haben uns etwas zu sagen, auf sie sollen wir hören lernen“, so Erzbischof Lackner.

Salzburg. Bei einem Festakt im Bildungszentrum Borromäum begrüßte Erzbischof Franz Lackner Bischöfe und Delegationen aus den drei Partnerdiözesen. Festredner war Kurienerzbischof Giovanni Pietro Dal Toso, Präsident der Päpstlichen Missionswerke in Rom. Er betonte: „So wie kein Christ alleine glaubt, so kann auch keine Kirche für sich allein sein.“ Unter den zahlreichen Gästen waren unter an-derem Militärbischof Werner Freistetter, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für Weltkirche und Mission zuständig ist, sowie der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke (Missio) in Österreich, P. Karl Wallner.

Horizont geöffnet

Aus den Partnerdiözesen waren Weihbischof John Bosco Chang Shin-Ho aus Daegu, Bi-schof Robert Herman Flock aus San Ignacio de Velasco und Bischof Emery Kibal Nkufi Mansong‘loo, Apostolischer Administrator von Bokungu-Ikela angereist. Sie dankten in ihren Reden für die Diözesanpartnerschaft. Mansong‘loo wandte sich an die Vertreter der Erzdiözese Salzburg mit den Worten: „Sie waren bei uns in guten und in schlechten Zeiten.“ Weihbischof Chang Shin-Ho erklärte: „Wir haben von der Erzdiözese Salzburg gelernt, unseren Dienst in der Weltkirche zu übernehmen.“ Bischof Flock unterstrich: „Die Evangelisierung ist unsere gemeinsame Herausforderung und zugleich unser größtes Bindeglied.“ Erzbischof Franz Lackner bezeichnete es als „Zeugnis für unseren Zukunftsprozess in der Erzdiözese, dass wir lernen über unsere eigenen Grenzen hinauszuschauen“. Die drei Partnerdiözesen öffneten den Horizont für die Universalkirche. Dieses weltkirchliche Bewusstsein gelte es zu vertiefen.

Offene Fenster in die Weltkirche

Seit 50 Jahren pflegt die Erzdiözese Partnerschaften mit drei Diözesen auf drei Kontinenten: Daegu in Südkorea, San Ignacio de Velasco in Bolivien und Bokungu-Ikela in der Demokratischen Republik Kongo. Die Initialzündung dazu erfolgte bei der Diözesansynode 1968. Ziel war es den frischen Wind für die Ortskirche von Salzburg konkret und fruchtbar zu machen. In Salzburg fand damals die erste Diözesansynode im deutschsprachigen Raum nach dem Konzil statt. Seither gab es vielfältige Anknüpfungspunkte – in den vergangenen Jahren Jugendbegegnungen zwischen Salzburg und Daegu, Brückenschläge in den Bereichen Musik und Schule oder Priester aus Korea und der Dem. Republik Kongo, die in Salzburg studieren.

Foto 1: Betonten beim Festakt zu „50 Jahre Partnerdiözesen“ das weltkirchliche Bewusstsein: Bischof Werner Freistetter, Bischof Robert Herman Flock, Erzbischof Franz Lackner, Bischof Emery Kibal Nkufi Mansong’loo, Erzbischof Giovanni Pietro Dal Toso und Weihbischof Johannes Bosco Chang Shin-Ho (v. l.).

Foto 2: „Partnerschaftskreuze“ als Zeichen der Verbundenheit für die Bischöfe – gestaltet hat die Kreuze Karin Weissensteiner aus Seekirchen.