Vielfalt an Begabungen

Ehrung. Erzbischof Franz Lackner zeichnete fünf um die katholische Kirche verdiente Persönlichkeiten aus: Jos Pirkner, Albert Preims, Fritz Rücker, Josef Lackner und Gertraud Scheichl.

 

 

Salzburg. Der bekannte Osttiroler Künstler Jos Pirkner erhielt den Päpstlichen Silvesterorden, Albert Preims das Päpstliche Ehrenzeichen Pro Ecclesia e Pontifice, Fritz Rücker den Rupert-und-Virgil-Orden in Großgold, Landesschulinspektor Josef Lackner und VinziBus-Chefin Gertraud Scheichl den Rupert-und-Virgil-Orden in Gold. „In dieser Feier wird die Vielzahl von Begabungen und Tugenden deutlich, die sie zugunsten der Verbreitung des Glaubens eingesetzt haben“, richtete sich Erzbischof Franz Lackner bei der Verleihung im Kardinal-Schwarzenberg-Haus in Salzburg an die Ausgezeichneten. „Im Namen der Erzdiözese Salzburg bedanke ich mich für das Engagement, das jeder und jede von ihnen auf so großartige und zugleich unterschiedliche Weise gezeigt hat.“ 

Der gebürtige Osttiroler Jos Pirkner (90) arbeitete ab 1951 als Gold- und Silberbildhauer in den Niederlanden. 1978 kehrte er in seine Heimat zurück. Er zählt zu den bekanntesten Bildhauern in Tirol. So schuf er Werke unter anderem für die Lienzer Pfarrkirche und verschiedene Altäre, Kreuze und Heiligenfiguren in mehreren Ländern. „Sie haben durch Ihre Werke der Botschaft des Evangeliums ein Gesicht gegeben“, sagte Diözesankonservator Roland Kerschbaum in seiner Laudatio. Aktuell unterstützt Pirkner das Projekt „Himmelsterrasse“ in der Salzburger Pfarre Mülln. Die Aufnahme in den Orden des Hl. Papstes Silvester ist eine Auszeichnung, die der Papst selbst für besondere Verdienste um die katholische Kirche und die katholischen Werke verleiht.

Aus Salzburg-Gnigl stammt der ehemalige Kundenberater Albert Preims (71), der seit mehr als 40 Jahren für die Gemeinschaft in Gnigl und in der Pfarre engagiert ist. Seit 1975 ist er Mitglied, seit 1995 Obmann der Kameradschaft Gnigl. Er wirkte ab 1992 im Pfarrgemeinderat und im Pfarrkirchenrat mit und setzte sich für die Renovierung der Gnigler Kirche ein. Das Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice wurde von Papst Leo XIII. am 17. Juli 1888 anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums gestiftet. 

Sowohl in der Politik als auch in der Kirche war und ist der ehemalige Direktor-Stellvertreter der Salzburger Arbeiterkammer, Fritz Rücker (79) in vielen Funktionen aktiv. Rücker war 20 Jahre im Salzburger Gemeinderat und von 1969 bis 2015 Mitglied des Präsidiums der Katholischen Aktion. Seit 1999 arbeitet er in der Dompfarre mit (derzeit als Obmann des Pfarrgemeinderates), seit 30 Jahren in ehrenamtlicher Leitungsfunktion im Jugendzentrum IGLU und mehr als 20 Jahre bei Pro Mente Salzburg. Rücker stand und steht für das „soziale Gewissen“ und für das Miteinander der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Aus Hof an der Saale/Deutschland war die ehemalige Bankangestellte Gertraud Scheichl (74) als Kind in den Pinzgau gekommen und lebt seit 1964 in Salzburg. 2001 übernahm sie die Leitung des VinziBusses in Salzburg. Täglich versorgt der Bus zwischen 20 und 45 bedürftige Personen mit Essen und Getränken. Darüber hinaus erfahren die Menschen durch diese Aktion viel menschliche Wärme. Gertraud Scheichl hat Hunderte ehrenamtliche Stunden dafür investiert.

Ein Schwarzacher ist der Landesschulinspektor Josef Lackner (63), der in seiner Funktion für die Hälfte der katholischen Privatschulen in der Erzdiözese Salzburg zuständig ist. Eine enge Zusammenarbeit mit den Schulerhaltern, insbesondere den Halleiner Schwestern Franziskanerinnen, zeichnet Lackner aus. Er konnte immer wieder die erforderlichen personellen Ressourcen für den Schulbetrieb sicherstellen.

Zum 1.200 Todestag des heiligen Virgil im Jahr 1984 wurde der Verdienstorden der Heiligen Rupert und Virgil von Erzbischof Karl Berg ins Leben gerufen und ist dem Landespatron von Salzburg und dem Patron der Erzdiözese gewidmet.

Fotos: eds