Voller Energie in die Zukunft starten

Pucher Visionsprozess

Puch. „Wir wollten nicht einfach zuschauen, wie die Gottesdienstgemeinde in Puch kleiner wird und anscheinend das Interesse am kirchlichen Leben von Jahr zu Jahr nachlässt. Wir wollten nicht zuschauen, dass selbst bei großen kirchlichen Festen nur zehn Prozent der Pfarrbevölkerung mitfeiern.  Auch wenn die Pfarre so viele freiwillige MitarbeiterInnen wie kaum zuvor hat“, erklärt Pfarrgemeinderatsobfrau Elisabeth Mayer, wieso der PGR die „Pucher Synode“ beschloss. Sie ist von Jänner 2018 bis Frühjahr 2019 geplant. Der maßgeschneiderte Visionsprozess, den Gemeindeberater begleiten, wird im Zukunftsprozess der Erzdiözese finanziert. „Wir wollen eine Vision der Pfarre finden, die verschiedene Menschen anspricht: den Menschen, die lange und treu der Kirche angehören, kirchliche Heimat bleiben und interessant für neu Zugezogene sein“, so Pfarrprovisor Ägydius Außerhofer.

Bei einem Abend „gegen die Betriebsblindheit“ wurden zuerst zwölf Menschen eingeladen: fünf aus dem engen Pfarr-Umfeld, sieben mit losem Kontakt. Zur Sprache kam, wann und wie die Pfarre half, mehr Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstliebe zu spüren – derart dicht, dass ein zweites Treffen vereinbart wurde. „Dabei war wieder die Zeit für konkrete Vorschläge zu kurz“, erzählt Pfarrassistent Arno Stockinger. „Es gab viel Energie und Freude im Raum, etwas zu tun.“ Die Voraussetzungen sind also vielversprechend, zumal der an der Fachhochschule in Urstein lehrende Andreas Griebel, Vater eines Erstkommunikanten, betriebswirtschaftliche Expertise einbringt. Alle Pucher sind eingeladen, ihre Wünsche an die Pfarre auszusprechen. Im Oktober soll bei zwei „Synodenabenden“ ein konkretes Programm erarbeitet werden. Das wird im Herbst 2019 umgesetzt.

 

Bildtext: Vorbesprechung: Pfarrer Ägydius Außerhofer, PGR-Obfrau Elisabeth Mayer, Andreas Griebel und Maria Reisenzein (v. l.). Foto: Pfarre