Von der Sehn-Sucht nach Gott

Eucharistie-Schwestern gibt es seit 80 Jahren. Kürzlich feierten die Schwestern in Salzburg-Herrnau mit Erzbischof Lackner Jubiläum.

 

 

Salzburg-Herrnau. 1937 war der Frauenorden in der Diözese Leitmeritz gegründet worden; nach dem Krieg holte Erzbischof Andreas Rohracher die Schwestern nach Salzburg. Erzbischof Franz Lackner, gratulierte den Ordensfrauen und wünschte ihnen „einen Glauben, der auf das Dunkel der Welt Antwort gibt“. Lackners Tante war selber Ordensschwester in der Herrnau gewesen; nicht zuletzt deswegen habe er eine besondere Verbindung zu den Eucharistie-Schwestern, betonte Lackner. 

„Gott lebte 30 Jahre unentdeckt unter uns; wie ungeheuerlich! Heute würden wir sagen: ‚Was für eine Ressourcenverschwendung‘“, predigte EB Lackner. Doch die Logik Gottes sei eine andere: „Jeden Sabbat ging Jesus in die Synagoge; im Alltag hat er sich uns gezeigt, bevor er sich öffentlich zu erkennen gab.“ Als Jesus sich dann dem Volk offenbarte, wurde er verfolgt – einige wollten ihn töten.

Auch heute stünden Christen vor großen Herausforderungen. „Wir stoßen auf Unverständnis, oft scheint es, als passten wir nicht in diese Welt“. Diese Not könne wichtiger Lehrmeister sein, sich Gott hinzugeben und nicht nur nach der eigenen Verwirklichung und Anerkennung zu streben. „Wir müssen vom Eigentlichen reden, von der Sehnsucht nach Gott und seiner Gegenwart.“ 

Am feierlichen Festgottesdienst nahmen neben zahlreichen Priestern und Ordensleuten – darunter auch Äbtissin Veronika Kronlachner von den Nonnberger Benediktinerinnen – auch Gäste aus der Gründerdiözese Leitmeritz teil, unter anderem auch Generalvikar Martin Davidek. Bei der Agape kamen die rund 70 Gottesdienstbesucher mit Erzbischof Lackner und den Schwestern ins Gespräch.

Die Kongregation der Schwestern von der Heiligsten Eucharistie wurde von Ada Chotek begründet. Die Frauengemeinschaft war in der Diözese Leitmeritz in der Seelsorge und im caritativen Dienst tätig. Während des II. Weltkrieges kam es zur Enteignung. Nach Kriegsende mussten die Schwestern ihre Heimat verlassen und fanden durch EB Andreas Rohracher ihre neue Heimat und ihr neues Wirkungsfeld in Salzburg. 1959 bezogen die Schwes-tern das Mutterhaus in der Friedensstraße in Salzburg-Herrnau.    

eds

Bildtext: Die Schwestern von der Heiligsten Eucharistie.

Foto: Orden