Vorrang für Seelsorge

Zukunftsprozess. Glaubwürdig, mutig, tatkräftig, inspirierend, viel-fältig, innovativ, nah, wachsend – so beschreibt die Erzdiözese Salzburg ihre Vision, wie sie bis 2028 sein will. 

Salzburg. Als ein wesentliches Ergebnis des Zukunftsprozesses 2018 der Erzdiözese Salzburg unter dem Motto „Gott und die Welt“ wurden dazu sechs Leitprojekte verbindlich beschlossen. Grundlage der Leitprojekte waren die Gespräche in verschiedenen Arbeitsgruppen, in den Lernwochen und den Beratungen mit dem Erzbischof, aus denen sich die Zielrichtungen der Projekte ergaben:

Regionalisierung

Missionarische Pastoral

Junge Kirche

Qualität in der Pastoral

Weiterbildung

Neuordnung Personalagenden

 


Mit diesen Leitprojekten wollen die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vision der Erzdiözese Salzburg bis 2028 näher kommen. Die Vision ist in acht Begriffen beschrieben.

Regionalisierung

Im Leitprojekt „Regionalisierung“ wird das Wort „nahe“ konkret: Seelsorge konkretisiert sich „nahe“  bei den Menschen in ihren Lebens- und Sozialräumen, mit starker Präsenz in den Regionen der Erzdiözese mit ihren Dekanaten und Pfarren.

Das heißt: Wir wollen den Menschen geografisch nahe sein. Die Kirche bleibt im Dorf. Die bestehenden Pfarren sollen möglichst erhalten werden. Dazu wird es unterschiedliche Leitungsmodelle geben. Im Leitprojekt „Regionalisierung“ wird die Zusammenarbeit in den Dekanaten und Pfarrverbänden intensiviert, so dass wir zu besseren Lösungen in Personalfragen kommen, weil sie vermehrt auf die Erfahrungen der Engagierten in den Pfarren zurückgreift.

Das Wort „nahe“ meint aber auch soziale Nähe. Die unterschiedlichen Lebenswelten der Menschen fordern uns heraus, das Evangelium in „vielfältigen“ Formen zu verkünden, die die Menschen neu berühren. 

Missionarische Pastoral
und junge Kirche

Als Kirche zu „wachsen“ und „inspirierend“ zu wirken, das soll unter anderem mit den  Leitprojekten „Missionarische Pastoral“ und „Junge Kirche“ erreicht werden. In den Beratungstagen mit dem Erzbischof wurden diese beiden Vorhaben mit höchsten Zustimmungswerten versehen. 

Das Leitprojekt „Missionarische Pastoral“ fördert ein missionarisches Umdenken in allen Bereichen der Pastoral, weg vom „Aufrechterhalten und Bewahren“ hin zu einer Haltung, aktiv mit der Botschaft Jesu auf die Leute zuzugehen. Im Leitprojekt „Junge Kirche“ werden die verschiedenen Bewegungen, Gliederungen und Initiativen, die es in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit schon gibt, besser vernetzt und sie bündeln ihre Energie, ihre Talente und Charismen. Dazu wurde ein eigenes Bischofsvikariat „Junge Kirche“ eingerichtet mit Bischofsvikar Harald Mattel.

Qualität in der Pastoral

Wir sind überzeugt, dass das knappe Gut „Glaube“ der Gesellschaft gut tut. In unserer pastoralen Arbeit, sei sie ehrenamtlich oder hauptamtlich, wollen wir „glaubwürdig“ sein. Weil Glaube kostbar ist, setzen wir in den Leitprojekten  auf „Qualität in der Pastoral“ und  „Weiterbildung“.  Was wir verkünden, ist klar, nämlich das Evangelium. Wie wir diese Botschaft heute lebendig und für Menschen neu zugänglich machen, darin wollen wir die Qualität verbessern.

Weiterarbeit
nach der ersten Etappe

Diese erste Etappe hat sich vor allem auf das hauptamtliche Personal konzentriert, auf
Priester, Diakone, Laien mit Anstellung in der Erzdiözese Salzburg. Es gab auch Dialogveranstaltungen in den Regio-nen, aber die nächste Etappe braucht das intensivere Ge-spräch mit den vielen Ehrenamtlichen und freiwillig Engagierten, die in den Pfarren, Einrichtungen, Gliederungen und Bewegungen aktiv sind.

Der letzte diözesane Prozess liegt 20 Jahre zurück.  Bei den Lernwochen und bei den Beratungstagen erlebten wir, wie gut es ist, einander auf diözesaner Ebene zu begegnen, sich über Sorgen auszutauschen, sich gemeinsam auf dem Weg zu wissen. Daher wollen wir nicht wieder 20 Jahre warten, bis zur nächsten Diözesanversammlung. Geplant ist in drei Jahren erneut eine Beratungsveranstaltung auf diözesaner Ebene, auch um die Fortschritte in der Umsetzung der Leitprojekte zu erheben. Lucia Greiner

Weitere Informationen zum Zukunftsprozess 2018 der Erzdiözese Salzburg finden Sie unter www.zukunftsprozess.at/der-zukunftsprozess/