Waches Herz für die Mitmenschen

„Ich freue mich, wenn wir als Pfarrgemeinderat Gehör bei den Menschen finden. Aber genau so wichtig ist mir bzw. uns, dass wir auf die Menschen hören und für sie da sind. Dann kommt die Frohbotschaft unseres Glaubens an.“ So fasst Mag. Manuela Ebner, Pfarrgemeinderätin in Neumarkt am Wallersee, eines ihrer Hauptanliegen zusammen. 

Neumarkt. Manuela Ebner ist seit 2007 Pfarrgemeinderätin. „Von 2007 bis 2012 war ich es in der Pfarre Köstendorf; dann bin ich mit meiner Familie wieder zurück nach Neumarkt – ich bin eine gebürtige Neumarkterin – gezogen und seither hier im Pfarrgemeinderat.“ Der Impuls, sich in diesem Gremium zu engagieren, sich zu beteiligen kam bei Manuela Ebner durch ihre Arbeit im Kindergarten. „Da gab es einen Chor, die Kinder waren begeistert dabei, die Eltern interessierten sich für unsere Arbeit – das war ein guter Einstieg für mich. Auch in Neumarkt engagiere ich mich für die Kinderkirche beziehungsweise für Familienmessen und die Öffentlichkeitsarbeit.“ 

Als Lehrerin an der Handelsakademie in Neumarkt für die Fächer Religion und Naturwissenschaften begegnet sie den jungen Menschen mit Interesse und einer großen Bereitschaft, mit ihnen über Glauben und Kirche zu reden. „Ich bin da.für, dass wir Kirche/Glauben spürbar machen. Ja, auch dann, wenn wir diskutieren müssen, auch dann, wenn Gegenwind kommt, auch dann, wenn ich kritische Fragen zu beantworten habe. Oder vielleicht sogar: Gerade dann wird es ja spannend.“

Frischer Wind mit der Kinderkirche

Die Kinderkirche der Pfarre Neumarkt zieht nicht nur die Kinder an, sondern auch Eltern mit unterschiedlicher Nähe zu Pfarre oder Kirche. Alle sind willkommen, manche Eltern staunen, was die Pfarre leistet, sie sind noch nicht so oft mit Kirche und kirchlichen Gremien in Kontakt gekommen. „Als ich wieder nach Neumarkt zurückkam und gemeinsam mit meinen Kolleginnen – wir sind zu viert – die Kinderkirche aufbaute, brachte das frischen Wind in die Pfarrgemeinde.“ Sie setzt auf die Bedeutung von Gesten, für Erwachsene und für Kinder; daher schätzt sie den Ablauf des Dankfestes der Erzdiözese Salzburg am Samstag, 22. Oktober, sehr. „Ich war mit meinen Kindern im Familiengottesdienst und fand es berührend, wie eifrig die Kleinen ihre Namenskärtchen als symbolisierte Flammen in den Dornbusch steckten. Auch unser Einzug in den Dom wird unvergessen bleiben, die Kleinen kommen zu den Großen, die Gemeinschaft hat auf uns gewartet und uns herzlich willkommen geheißen.“ 

Innovatives vor den Vorhang bringen

Dass in den Pfarren viel Innovatives geschieht, dass die Menschen in den Pfarren für andere da sind – das zu vermitteln ist Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit: „Das ist auch eine Einladung an alle Neumarkter, sich unsere Angebote anzuschauen und einfach vorbeizukommen. Öffentlichkeitsarbeit soll  zeigen, was ist. Und dann braucht es Menschen, die auf die anderen zugehen, die auch wissen wollen, worum es den Neuzugezogenen geht. Worauf oder worüber sie sich freuen und wo sie der Schuh drückt. Nur so kann unsere Kirche wachsen.“ 

Herz und Ohren für die Menschen öffnen 

Manuela Ebner wird bei der Pfarrgemeinderatswahl  am 19. März 2017 wieder kandidieren: „Ja, das ist nett, wenn man gewählt wird. Das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin, dass mir die Leute vertrauen. Das ist bestärkend und motivierend und gibt mir auch Kraft für die kommenden fünf Jahre: Und genau diese Freude und Begeisterung werden die Menschen spüren: Ja, wir machen unsere Arbeit gern. Wir wollen Herz und Ohren für sie öffnen, uns auf andere einlassen und gemeinsam den Glauben leben.“

Foto: Manuela Ebner möchte Kirche und Glauben spürbar machen – gerade dann, wenn wir diskutieren müssen, wenn Gegenwind kommt. Sie ist Pfarrgemeinderätin in Neumarkt am Wallersee.