Wenn die Ferne ganz nah rückt

WGT. Rund um die Welt, in mehr als 170 Ländern, insgesamt 24 Stunden lang steht der erste Freitag im März im Zeichen des ökumenischen Weltgebetstags  (WGT). Frauen aus verschiedenen Kirchen, Kulturen und Traditionen sind miteinander verbunden, beten füreinander und denken aneinander.    

Salzburg/Tirol. „Wir sind Teil eines großen Ganzen; Frauen am anderen Ende der Welt denken an uns und wir denken an sie“, bringt Hermine Kienle aus Kramsach das Anliegen des Weltgebetstages auf den Punkt. Seit zwei Jahren heißt es dank der engagierten Sozialpädagogin auch in der Tiroler Pfarre wieder   „Informiert Beten – Betend Handeln“. Eigentlich sei sie ja ein alter „WGT-Hase“, da sie sich immer in Rattenberg eingebracht hatte. „Ich dachte mir: Eigentlich schade, dass wir den Weltgebetstag bei uns nicht feiern. Wir haben das schöne Pfarrheim in Voldöpp – das würde doch passen.“ Als Frau der Tat setzte Kienle ihre Überlegungen in die Tat um, überzeugte Frauen, die sie bei der Vorbereitung und Umsetzung unterstützen. „Vergangenes Jahr drehte sich alles  um die Philippinen. Eine gebürtige Philippina hat mit uns gefeiert und mit Köstlichkeiten aus ihrer Heimat verwöhnt.“ Heuer sei es mit dem exotischem Schwerpunktland Surinam etwas schwieriger, das Flair des Landes einfließen zu lassen. „Aber wir haben ja das Feierheft, das Frauen aus Surinam gestalteten. Es ist schon interessant, über ein so fremdes Land etwas zu erfahren. Ich bin guter Dinge und möchte noch Jugendliche gewinnen, die uns mit lateinamerikanischer Musik begleiten.“  

Jedes Jahr steht bei den ökumenischen Feiern rund um den Globus ein anderes Land im Mittelpunkt. 2018 ist es Surinam, 2019 folgt Slowenien. Ein konkretes Zeichen der Solidarität ist die Förderung von Frauenprojekten in aller Welt durch die Kollekte.

Foto (kfb/Thurner): Hermine Kienle (r.) und Tania Zawadil stimmen sich auf den Weltgebetstag ein. Die passende Motivkerze gestaltete Angelika Steinbacher von der Lebenshilfe Kufstein.