Wert von Kindern

Familienbeihilfe: Der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) pocht auf weitere Wertanpassung.

Wien. Die noch von der Vorgängerregierung beschlossene jüngste Erhöhung, mit der Eltern von rund 1,7 Millionen Kindern ab Jahresbeginn monatlich zwischen 2,20 und 3,10 Euro mehr bekommen, könne nur ein erster Schritt sein, betont KFÖ-Präsident Alfred Trendl. 

„Die seit 2014 insgesamt drei erfolgten Teilanpassungen sind ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Dabei unterstrich er die armutsvermeidende Wirkung der Familienbeihilfe: „Viele Familien werden durch die Familienleistungen aus der Armutsgefährdung geholt.  Dieser Effekt ist besonders bei Mehrkindfamilien und Alleinerzieherinnen zu beobachten.“ Es sei „nicht nachvollziehbar“, so Trendl, dass das Regierungsprogramm der ÖVP-FPÖ-Koalition, die sich dezidiert die Entlastung der Familien auf die Fahnen geschrieben habe, keine gesetzlich vorgeschriebene, regelmäßige Wertanpassung der Familienleistungen enthalte. „Sind Pensionisten und Parteien mehr wert als Kinder?“

Bildtext: Der Katholische Familienverband verweist auf den Wertverlust der Familienbeihilfe seit der Jahrtausendwende: „14 Jahre lang, von 2000 bis 2014, wurde die Familienbeihilfe nicht wertangepasst“, appelliert KFÖ-Präsident Alfred Trendl.