„Wir sind auf einem guten Weg“

Simon Ebner setzt auf Gemeinschaft. Er kandidiert am 19. März wieder als Pfarrgemeinderat der Flachgauer Pfarre Henndorf. 

 

 

 

 

Henndorf. Vom Wahlmotto „Ich bin da.für“ ist Simon Ebner begeistert: „Mir gefällt dieses Wortspiel, denn es drückt viel vom Alltag der Pfarrgemeinderäte aus.“ Ab 1. Juni  wird der 30-Jährige als Generalsekretär der Katholischen Aktion auch hauptamtlich in der Erzdiözese Zukunft gestalten und da.für sein.

Gemeinsames Arbeiten im PGR

Simon Ebner, seine Frau und ihre kleine Tochter Clara genießen gerade den Sonntagnachmittag auf der Erentrudisalm, als meine Anfrage zum Blick über den Tellerrand kommt. Simon Ebner schaut gern über den Tellerrand: „Das ist immer wichtig und das machen ja auch die Pfarrgemeinderäte und Pfarrgemeinderätinnen. Deshalb bin ich auch vom Wahlmotto der aktuellen Wahl so begeistert, denn es bildet unsere Arbeitswirklichkeit, das Dafürsein und das gemeinsame Arbeiten treffend ab.“ 

Der engagierte Pfarrgemeinderat aus Henndorf stellt sich der Wahl beziehungsweise der Wiederwahl: „Ich muss sagen, ich fühle mich als Mitglied des Pfarrgemeinderates sehr wohl. Außerdem bin ich im Pfarrkirchenrat, da habe ich vor fünf Jahren als 25-Jähriger begonnen. 

„Alle leisten ihren Beitrag“ 

„Die Stimmung innerhalb des PGR ist sehr gut, ich habe mich immer auf die Termine gefreut. Seit wir unsere Tochter Clara haben, haben sich auch meine Interessen etwas verschoben: Familiengottesdienste oder die Feier der Katholischen Frauenbewegung zu Lichtmess, zu der alle eingeladen werden, die im vergangenen Jahr ein Kind zur Taufe gebracht haben, sehe ich jetzt anders, näher an meiner Lebenswelt. Geschätzt habe ich alle Initiativen rund um Familien schon immer, jetzt erreichen sie mich und meine Frau auch emotional und das verändert den Blick.“ 

Das rege Pfarrleben in Henndorf prägt seine Sicht auf das Gremium „Pfarrgemeinderat“: „Wir haben Bereiche und Aufgaben fix verteilt, wer organisiert den Besuchsdienst für die SeniorInnen, wer gestaltet den Familiengottesdienst, wer hat welche Funktion im Bereich Liturgie, wo brauchen wir noch Leute, an welchem Bereich hat wer Neuer Interesse?“ Dass seine neue Stelle des Generalsekretärs der Katholischen Aktion, sein Ehrenamt einschränken könnte, befürchtet Simon Ebner nicht: „Diese Situation haben sehr viele Ehrenamtliche: Sie haben ihren Beruf, eine Familie und sind ehrenamtlich aktiv. Auch wir in der Katholischen Aktion bemerken aber einen Trend: Die Bereitschaft der Bevölkerung, sich für ein konkretes Projekt einzusetzen, ist höher, als die Bereitschaft, sich für einen längeren Zeitraum, etwa fünf Jahre für den Pfarrgemeinderat zu engagieren. Das beschäftigt aber alle Vereine, die mit Ehrenamtlichen arbeiten.“

Es brauche immer die Engagierten, die unkompliziert zupacken und mithelfen: „Wenn wir in der Pfarre zu Veranstaltungen einladen, melden sich regelmäßig zahlreiche Freiwillige. Man hilft zusammen, egal, ob es ums Sesselschleppen, um Buffets oder ums Organisieren geht: Das Gemeinsame steht im Zentrum und alle leisten ihren Beitrag, je nach vorhandenen zeitlichen Kapazitäten, die bei einer weiteren Veranstaltung auch wieder ganz anders aussehen können.“

Mut zum Engagement

Die Katholische Aktion arbeitet stark mit dem Motto „Keine Angst“, mit der sie unter anderem Mut zum zivilgesellschaftlichen Engagement macht. Simon Ebner nimmt in der Pfarre Henndorf großes Wohlwollen gegenüber den Flüchtlingen, die im Pfarrhof wohnen, wahr. „Viele sind für die Familien da, die bei uns hier im Pfarrhof wohnen. Die einen geben Deutschunterricht, andere unterstützen die Kinder dabei, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, Freunde zu treffen, da sind wir auf einem guten Weg.“ 

Bild: Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates Henndorf  bei einem Ausflug nach Grünau im Almtal. „Das Gemeinsame“, sagt Simon Ebner (zweite Reihe ganz l.), „steht bei uns im Mittelpunkt“. 

Hintergrund

Es ist so weit – Am Sonntag ist für die katholische Kirche in Öster-reich Wahltag. In den insgesamt 3.000 Pfarren werden 30.000 Pfarrgemeinderäte neu gewählt.  

Wählen  – Das aktive Wahlrecht besitzt, wer bis zum 1. Jänner des Wahljahres das 14. Lebensjahr vollendet hat. Übrigens: Ist ein/e Wähler/in der Wahlkommission nicht bekannt, sollte er/sie sich ausweisen können. 

Wahlspot – Wer noch eine letzte Inspiration braucht unter www.kirchen.net/wahl2017 ist der in Lamprechtshausen gedrehte PGR-Werbespot abrufbar. Oder verfolgen Sie die PGR-Wahl in den sozialen Medien www.facebook.com/pgrwahlsbg und www.facebook.com/Pfarrgemeinderatswahl