Wunder der Handwerkskunst

Wunderkunst ist der Titel der Ausstellung, die bis 24. September im DomQuartier gezeigt wird; zu Recht, wie ein Blick auf die wertvollen Exponate bestätigt.

Salzburg. Die exquisite Schau im Nordoratorium des Doms zeigt überwiegend Werke des 17. Jahrhunderts, darunter fantasievoll gestaltete Pokale und Trinkgefäße aus Gold, Silber und anderen kostbaren Materialien. Die Schnitzereien aus Elfenbein, Alabaster und Buchsbaum stammen von den besten Meistern ihrer Zeit wie Leonhard Kern, Georg Petel und Matthias Steinl. Solche mit höchster Kunstfertigkeit hergestellten Objekte dienten einst der fürstlichen Repräsentation und wurden in „Kunstkammern“, einem Vorläufer des Museums, aufbewahrt. Salzburgs historisches Beispiel ist die ehemalige fürsterzbischöfliche „Kunst- und Wunderkammer“ im DomQuartier. 

Die rund 70 Exponate dieser Ausstellung stammen alle aus der Kunstkammer-Kollektion des Unternehmers, Kunstsammlers und Mäzens Reinhold Würth, der ein weltumspannendes Firmennetz im Bereich der Montagetechnik aufgebaut hat. Einen Teil seines Vermögens investiert Würth in Kunst, Kultur und soziales Engagement, unterstützt gemeinnützige Einrichtungen und fördert Projekte aus Forschung und Wissenschaft sowie Bildung und Erziehung. 

Eindrucksvoller Höhepunkt dieser Ausstellung ist der legendäre Erbschenkenpokal Kaiser Maximilians II., ein hochbedeutendes Meisterwerk deutscher Goldschmiedekunst der Hochrenaissance. 1562 wurde er von Christoph III. zu Limpurg-Gaildorf, Erbschenk des Römischen Reiches, Maximilian II. (1527–1576), König von Böhmen und Fürst von Österreich, anlässlich dessen Krönung zum deutschen König in Frankfurt überreicht. Aber auch die anderen Exponate verdienen die Bezeichnung Wunderkunst und die Bewunderung vieler Besucher.

 

Bildtext: Dieses Kruzifix hat Georg Petel 1630 aus einem einzigen Stück Elfenbein geschaffen.

 

Wunderkunst ist täglich, außer Dienstag, von 10.00 bis 17.00 Uhr zu sehen. Weitere Informationen: www.domquartier.at