Zuhören und Zukunft gestalten

Chile und Peru sind die Ziele der sechsten Lateinamerikareise von Papst Franziskus. Beide Länder stehen vor dem Hintergrund sozialer Spannungen und politischer Führungswechsel vor großen Veränderungen. 

 

 

Franziskus rief zum Auftakt seines Chile-Besuchs zu Frieden auf und die Regierung zum Einsatz für die alteingesessenen Völker der Landes. Sie seien „oft vernachlässigt“ worden. „Ihre Rechte müssen beachtet und ihre Kultur geschützt werden, damit nicht ein Teil der Identität und des Reichtums dieser Nation verloren geht“, meinte Franziskus. Außerdem forderte er bessere Chancen für die Jugend. Die Zukunft des Landes liege „in der Fähigkeit des Zuhörens“. Besonders Arbeitslose, Indigene, Migranten, sowie Junge und Alte müssten gehört werden. Seinerseits bat der Papst Opfer und Angehörige von Missbrauch durch Geistliche um Verzeihung. „Ich kann nicht umhin, den Schmerz und die Scham zum Ausdruck zu bringen, die ich angesichts des nicht wieder gutzumachenden Schadens empfinde, der Kindern von Geistlichen der Kirche zugefügt worden ist.“ 

Montag kehrt der Papst nach Rom zurück.

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