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Gesichter der Hospizarbeit: Das Bild zeigt |
Mitgehen. Seit zehn Jahren leistet die Hospiz-Initiative im Pinzgau wertvolle Begleitung für Kranke, Sterbende und ihre Familien. Im September startete ein neues Team im Oberpinzgau.
Zell am See. In der Nachbarschaft verunglückt eine junge Mutter, das Leben eines alten Menschen geht zu Ende, ein Kind stirbt ganz plötzlich. „Ich würde das nicht aushalten“ – so denken die meisten. Was aber, wenn wir selber betroffen sind? Was tun, wenn wir nicht mehr weiterwissen und an unsere Grenzen kommen? Viele Menschen sind überfordert, wenn sie mit Sterben, Tod und Trauer konfrontiert sind.
Vertrauenspersonen, die einfach da sind
„Mit unseren Teams der ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter unterstützen wir Familien genau in diesen schwierigen Lebensphasen“, erklärt Edith Trentini. Sei es mit Besuchen zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder für ein Gespräch bei einem Spaziergang. In den Ehrenamtlichen finden die Betroffenen Vertrauenspersonen, die sich Zeit nehmen, zuhören und mit ihnen gehen. Die Einsatzleiterin der Gruppe Zell am See weist darauf hin, dass in die Begleitung die ganze Familie hineingenommen ist. „Das ist eine große Herausforderung. In Krisensituationen hört jedes oberflächliche Geplänkel auf. Die Ehrenamtlichen müssen sich auf immer neue Situationen einstellen, ihr Wirken ist nicht planbar.“ Aber durch eine Ausbildung die alle Freiwilligen absolvieren ist eine höchstmögliche Professionalität der kostenlosen Begleitung und Beratung – die aber keine Krankenpflege umfasst – gewährleistet.
Auf einem weiteren Feld sind die Frauen und Männer rund um Edith Trentini ebenfalls aktiv: „Wir kommen gerne in Schulen, Pfarren oder Seniorengruppen zu Diskussionsrunden und sprechen über unsere Erfahrungen. Unser Anliegen ist es zu vermitteln, wie wir ein wertvolleres Leben führen, wenn wir den Tod mithineinnehmen und nicht tabuisieren.“
Neues Hospiz-Team für den Oberpinzgau
Der Bedarf an Hospizbegleitungen ist im ganzen Pinzgau hoch, weite Einsatzwege nicht selten. Mit 1. September nahm deshalb in Mittersill im Tageszentrum der Caritas eine Anlaufstelle für den Oberpinzgau seine Tätigkeit auf. Andrea Steger koordiniert die
Hospizeinsätze des derzeit fünfköpfigen ehrenamtlichen Teams – zusätzliche Engagierte sind willkommen.
Ingrid Burgstaller
TIPP: Hospiz Initiative Pinzgau – Zell am See, Seehofgasse 2, 06542/72933-40 oder 0676/848 210 557, zellamsee@hospiz-sbg.at, Einsatzleitung Edith Trentini.
Hospiz Initiative Pinzgau – Saalfelden, 0676/848 210 556, saalfelden@hospiz-sbg.at, Einsatzleitung Veronika Herzog.
Hospiz Initiative Pinzgau – Oberpinzgau, 0676/848 210 565, oberpinzgau@hospiz-sbg.at, Einsatzleitung Andrea Steger.