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Starker Zusammenhalt
Krankenhauskapelle Mittersill: Vom Hochwasser zerstört und jetzt komplett neu gestaltet
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Ort der Besinnung – die Mittersiller Krankenhauskapelle.
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„Der Keller des Pfarrhofes stand unter Wasser und im Gebäude des Pfarrsaals kam es bei den Fenstern herein“, schildert Dechant GR Johann Mitterdorfer die dramatischen Nachtstunden im vergangenen Juli als in Mittersill das Wasser unaufhaltsam anstieg. „Wir waren damit beschäftigt Möbel und alle beweglichen Dinge nach oben zu schaffen, dass zu diesem Zeitpunkt die Kapelle im Krankenhaus wie das ganze Spital so schwer betroffen war, wussten wir noch gar nicht.“
MITTERSILL. Im Krankenhaus hat das Hochwasser besonders große Schäden angerichtet. Der gesamte Keller und die Hauskapelle wurden bis zur Decke überflutet. Dechant Mitterdorfer über die unbeschreibliche Kraft des Wassers: „Sogar die schwere Sicherheitstür zur Kapelle hat es verbogen. Alles ist geschwommen, die Bänke, die Einrichtung der Sakristei, alles war kaputt.“
Nach der Schadensbegutachtung ging es im Krankenhaus rasch an die umfangreiche Sanierung. Dabei stellte sich auch die Frage des „Kapellen-Standortes“. Der alte Raum war sehr klein und ohne Fenster, deshalb überlegten die Verantwortlichen eine neue Lösung. Nur wenige Räume erwiesen sich jedoch als geeignet und aufgrund des Platzmangels war eine Übersiedlung nach oben nicht möglich. Die Hauskapelle befindet sich jetzt zwar wieder im Untergeschoß, kann aber nun ein großes Plus vorweisen: Fenster und Tageslicht. Von den Bänken bis zur Sakristei ist alles neu eingerichtet genauso die Eingangstür mit einem Glaseinsatz, der nach einem Entwurf von Mitterdorfer gefertigt ist und ein altes Symbol, das für Leben und Tod steht, zeigt. Seit Ende Dezember finden wieder Gottesdienste in der Kapelle statt. Zur „offiziellen“ Übergabe der Hauskapelle wird am Samstag, 4. März, Erzbischof Dr. Alois Kothgasser erwartet, der um 10.00 Uhr einen Gottesdienst im Krankenhaus Mittersill feiert.
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Dechant GR Mitterdorfer zeigt die Fenster des
Pfarrgebäudes, wo das Wasser eingedrungen ist.
Nie werde er die Tage im Juli 2005 vergessen und
noch immer sehe er den Bekannten vom Bundes-
heer vor sich als dieser sagt, „jetzt können wir
nichts mehr tun, macht euch darauf gefasst, in
einer Stunde kommt das Wasser“.
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Seelsorger besuchen regelmäßig die Krankenhausstationen in Mittersill. Pfarrer Dech. Johann Mitterdorfer und vor allem Kooperator Mag. Paul Rauchenschwandtner sind die ersten Ansprechpartner bei Notfällen und die Schwestern melden sich, wenn Patienten pastoralen Beistand wünschen. „Hl. Messe ist jeden Donnerstag um 19.00 Uhr. In den Zimmern können jene die das Bett nicht verlassen können die Radioübertragung mitverfolgen“, erklärt Kooperator Rauchenschwandtner. Unterstützung beim „Donnerstagsdienst“ im Krankenhaus kommt von den anderen Pfarren des Dekanats. „In einem Rad wechseln wir uns ab.“
Neben der Neugestaltung der Krankenhauskapelle ist auch die Schadensbeseitigung im Pfarrhaus bzw. Pfarrsaal-Untergeschoß, es mussten Türen ausgewechselt werden, beinahe abgeschlossen. Der Zusammenhalt nach dem Hochwasser war groß, „von der Feuerwehr angefangen haben alle mitgeholfen und angepackt“, so GR Mitterdorfer über den unermüdlichen Einsatz der Mittersiller und vieler Freiwilliger.
ibu