Juli 2017

Für engagierte Christinnen und Christen
Juli 2017
78
Lucia Greiner und Kurt Kaindl:
Sehen, wahrnehmen und in Bilder übersetzen
Georg Aigner:
Ich habe meinen Lebenssinn gefunden
sehen
und
verstehen
Mitmachen
beim
Zukunftsprozess
kontakt 78 | Juli 2017 kontakt 78 | Juli 20172 3
Editorial
GALERIE JULI 2017
Gute Orte für Kinder
Kinderzeichnungen als Galerie? Zusammen mit den Texten ergeben sie eine Serie, die gute Orte
für Kinder abbildet. SchülerInnen der Volksschule Golling haben ihre Lieblingsplätze gezeichnet
und beschrieben. Sie führen nach Hause, unters Hochbett, auf den Hochstand, den Fußballplatz,
zum Reiten und zu Oma und Opa. Eltern, Freunde, Großeltern, Gerüche und Abenteuer –
das macht Kinderglück aus.
Galerie
Medieninhaber, Herausgeber, Verleger und Sitz der Redaktion:
Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg, Gaisbergstraße 7, 5020 Salzburg. kontakt dient der
Information und dem Austausch zwischen Christinnen und Christen über die pastorale Praxis.
Redaktion: Klaudia Achleitner, Maria Herbst, David Pernkopf, Christina Repolust, Sebastian
Schneider. Kontakt: christina.repolust@seelsorge.kirchen.net. Samson Druck, St. Margarethen.
ROLAND RASSER
Leiter des
Seelsorgeamtes
der Erzdiözese
Salzburg
Inhalt
ERHOL MICH MAL
in Arbeitsjahr klingt aus. Es war reichhaltig
und dicht. Neben den beruflichen, famili
-
ären und gesellschaftlichen Verpflich-
tungen enthielt es für viele zusätzlichen
Aufwand für Pfarre und/oder ehrenamtliches
Engagement. Die PGR-Wahl war ein Projekt, das
viele Kräfte gebunden und zugleich mobilisiert
hat. Ich danke allen, die dabei mitgewirkt und
großen Einsatz gezeigt haben.
Ununterbrochener Leistungsdrang beeinträch
-
tigt die körperliche, geistige und spirituelle Ge-
sundheit, wie Eugen Roth andeutet:
Ein Mensch sorgt – und er ist stolz darauf –,
er geh in seinen Pflichten auf.
Bald aber, nicht mehr so ganz munter,
geht er in seinen Pflichten unter.
Wir sind in Sachzwänge eingespannt, die der
Einseitigkeit Vorschub leisten; hier bekommt
Zerstreuung hier einen positiven Sinn: Sich in
Bereiche wagen, die man aufschiebt, vernach
-
lässigt oder sich nicht gönnt. Das entspannt,
weitet den Horizont und macht neue Kräfte frei.
In den klösterlichen Traditionen wurde dies mit
dem Begriff re-creatio umschrieben, das bedeu
-
tet eigentlich „Neu-Schöpfung“. Und um Er-
neuerung bitten wir oft den Heiligen Geist, der
uns Wegweiser in eine gute Zukunft sein soll.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen einen
erhol
samen Sommer!
SCHAUEN, FINDEN, ERKENNEN
„Die Welt ist der Inbegriff von allem, womit man Erfahrungen macht, wenn man
in ihr ist.“ Das schreibt die Kindheitsforscherin Donata Elschenbroich in ihrem
Klassiker „Weltwissen der Siebenjährigen“. Beginnen wir also immer wieder mit
der Welterforschung und fragen wir dazu die wahren Philosophen, die Kinder.
Genau hinzuhören und hinzuschauen, das ist die Kunst des Alltags – ihr kommen
wir mit dieser Ausgabe näher. Wie sieht Georg Aigner, Verkäufer der Straßenzeitung
Apropos, die Stadt Salzburg? Wie sehen 10-Jährige ihre Um- und Mitwelt? Für die
kommenden Monate wünschen wir Ihnen Zeit für sich, Ruhe, Träume, Sonne, Regen
und Regenbögen.
Ihre Christina Repolust
Chefredakteurin
E
MUSIK GIBT HEIMAT
UND IDENTITÄT
Eine Liebeserklärung an die
Musik, ihre Kraft, Menschen
zu begleiten, zu halten und
herauszufordern. Von Kirchen-
musiker Werner Reidinger.
ICH HABE MEINEN
LEBENSSINN GEFUNDEN
„Mit Apropos bin ich
erwachsen geworden!“, zieht
der 48-jährige Pinzgauer
Georg Aigner Bilanz.
ST. ELECTIO ERSTELLT EIN MENÜ
Die Mitglieder des Pfarr-
gemeinderates von
„St. Electio“ machen sich
Gedanken, wie es nach der
Wahl weitergeht.
ZUKUNFTSPROZESS 2018
Für alle, die noch kein
Zukunftsprojekt eingereicht
haben: Hier finden Sie
Anregungen und Angebote.
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DIE WÄRME IST PERFEKT
Mein Lieblingsplatz ist mein Zimmer; da ist es sehr
gemütlich und entspannend. Die Wärme ist genau
perfekt. Mein Bett ist schön und weich, hier ist es
einfach kuschelig. Immer, wenn ich mein Zimmer
betrete, steigt mir ein vertrauter Geruch in die Nase:
Es riecht hier nach echtem Leder.
Gabriel Schönauer, Klasse 4c der Volksschule Golling
kontakt 78 | Juli 2017 kontakt 78 | Juli 20174 5
Sehen, wahr-
nehmen und in
Bilder übersetzen
Was hat eine Galerie mit einem Sakralraum gemeinsam?
Wie sieht der Fotograf Kurt Kaindl gesellschaftliche Fragen
und wie nimmt diese die Theologin Lucia Greiner wahr?
Ein Gespräch am Abend in der Galerie Fotohof in Salzburg.
anke für die Einladung. Kurt Kaindl,
Sie sind Germanist, Autor und Foto
-
graf. Was bedeutet Sehen und Er-
kennen für Sie?
KAINDL:
Sehen und erkennen sind un-
terschiedliche Abläufe. Als Fotograf
sehe ich sehr viel. Das ist wohl die Auf
-
gabe eines Fotografen, Dinge zu sehen,
die andere nicht sehen. Erkennen hin
-
gegen ist eine Leistung, die lange vor
dem Sehen liegt. Ich kann oft Dinge nur
sehen, die ich zuvor erkannt habe. Als
Fotograf bedeutet das, dass ich mich bis
zu einem gewissen Grad auf das vorbe
-
reite, was ich später sehen werde, um
es auch zu erkennen und für andere
sichtbar zu machen.
Haben Sie ein konkretes Beispiel dazu?
KAINDL:
Ja, mein Fotoprojekt mit Men-
schen, die 2015/2016 Flüchtlingen ge-
holfen haben. Dafür habe ich mich
gründlich über die jeweiligen Einrich
-
tungen, die Menschen und deren Auf-
gaben informiert. Ich mache dann Fo-
tos, bei denen der oder die BetrachterIn
hinter das Vordergründige blicken kann.
Lucia Greiner, Sie sind im Seelsorgeamt für
die Bereiche Diakonie und Liturgie zustän
-
dig. Die Lange Nacht der Kirchen ist dabei
ein großes Projekt, auch hier geht es ums
Sehen und Erkennen? Oder?
GREINER:
Das Vordergründige, der erste
Eindruck lässt sich auf viele Arten über
-
schreiten. Mit welchen Sinnen, mit wel-
cher Haltung nehme ich etwas wahr?
Die Sinne sind liturgisch sehr wichtig:
Was sehe und was höre ich? Beim Über
-
schreiten von vermeintlich klaren Situ-
ationen geht es nicht um die eine
richtige Wahrnehmung, sondern um
Auslegungen, Entwicklungen und Bot
-
schaften.
Was haben Galerien und Sakralräume ge-
meinsam?
GREINER:
Wer in eine Kirche geht,
nimmt Eindrücke mit, ein Bild, eine
Ges te, ein Wort, eine Handlung. Die
eintretende Person lässt den Raum auf
sich wirken. Und klar, es gibt Regeln für
Galerien und Kirchen. Werden sie nicht
eingehalten, dann führt das zu Irritati
-
onen.
Wenn Touristen in Massen durch den
Salzburger Dom geschleust werden,
führt das bei vielen zu Irritationen.
Denn Verlangsamung ist immer Teil der
Wahrnehmung.
KAINDL: Menschen von ihrer Hektik
runterzubringen ist auch Anliegen von
Kunstgalerien. Wenn ich eine Kirche be
-
trete, bin ich langsamer als im Alltag.
Unsere Galerie will eine konzentrierte
Atmosphäre schaffen und bewahren.
Manchmal ist Action gefragt. Vor
kurzem waren Leute vom Mozarteum
bei uns und haben zu den Fotos Tanz
-
formen entwickelt. Kontemplation,
Ruhe, Action – es kommt auf den rich
-
tigen Rahmen an und den schaffen wir
in aller Klarheit.
Die Galerie vermittelt Kunst, was macht
der Sakralraum mit den Menschen?
GREINER:
Der sakrale Raum ist ein Ort
der Verkündigung. Das Ereignis ist hier
ein Vollzug: Das Feiern bzw. Vollziehen
des Gottesdienstes durch die ver
-
sammelte Gemeinde ist der eigentliche
Grund dafür, dass es diesen Raum gibt.
D
Zur Person
KURT KAINDL,
geb. 1954, Studium der Germanis-
tik und Kommunikationswissen-
schaft (Dr. phil.), Mitbegründer
der Galerie Fotohof in Salzburg.
Herausgeber der „Edition Fotohof
im Otto Müller Verlag“. Seine
fotokünstlerische Arbeit umfasst
vor allem die Darstellung histo-
rischer Lebensräume und Kultur-
techniken, von „Innergebirg. Wege
in die Tauern“ (1986, gemeinsam
mit Heinz Cibulka) bis zu „Reisen
im Niemandsland“ (2009, Text von
Karl-Markus Gauß und Clemens
Berger).
Zur Person
LUCIA GREINER,
geb. 1965, Studium der Religions-
pädagogik und Geschichte/Sozial-
kunde für das Lehramt, arbeitete
in der Erzdiözese Salzburg bisher
am Afro-Asiatischen Institut mit
Studierenden aus Lateinamerika,
Asien und Afrika, als Diözesanre-
ferentin der Katholischen Frauen-
bewegung und als Studienleiterin
für das theologische Programm in
St. Virgil Salzburg. Seit September
2015 ist sie im Seelsorgeamt für
die Abteilungen Diakonie sowie
Liturgie und Kirchenmusik zu -
ständig.
Sehen und verstehen
>
>
Fotos: Christina Repolust
kontakt 78 | Juli 20176
Sehen und verstehen
Wie sehen Sie beide das Verhältnis von
Kunst und Kirche?
GREINER:
Die Kirche muss wieder stär-
ker den Kontakt und Dialog zur Kunst
suchen. Ihr ist in der Breite zu wenig be
-
wusst, welche Bedeutung zeitgenös-
sische Kunst und Kultur für sie hat.
KAINDL: Das sehe ich etwas anders.
Nehmen wir als Beispiel St. Virgil, die
tun sehr viel für die Kunstszene. Ich
kenne viele Kolleginnen und Kollegen,
die sehr gern für die Kirche arbeiten,
obwohl sie ihr nicht nahe stehen. Die
großen Themen der Kirche sind die
großen Themen der Kunst! Beim Bi
-
bellesen kommt man auf künstlerische
Themen, setzt sich mit Leben und Ster
-
ben auseinander. Das sind auch The-
men der Kunst. In einer Galerie stellt
man Kunst aus: Die Galerie ist der
Raum, die Kunst ist das, was über den
Raum hinausgeht.
Was hat Kirche nachzuholen?
GREINER:
Ich wünsche mir, dass Gläubi-
ge neu den Mut finden, mit zeitgenös-
sischer Kunst ins Gespräch zu kommen.
Ganz konkret z. B. in der Ge staltung
eines Altarraumes. Sicher, wir feiern
auch auf einem Altar aus dem 14. Jahr
-
hundert, aber das ist nicht die Frage,
vielmehr: Wie gestalten wir jetzt, 2017,
einen Altar?
Der Begriff des „Jetzt“ kommt in der Bi
-
bel häufig vor: Dort, wo genau dieses
JETZT zur Sprache kommt, beginnt Kir
-
che neuen Mut zu fassen.
Die berühmten Fotos der Heimkehrer aus
russischer Kriegsgefangenschaft von Ernst
Haas zeigen Vergangenheit und berühren
in der Gegenwart.
KAINDL:
Ich glaube, dass es in der Kunst
beides gibt: Eine lange zurückliegende
Vergangenheit, die durch Kunst wieder
lebendig wird. Kunst versucht aber
auch den zeitgenössischen Dialog auf
-
zugreifen. Da gibt es einen Konflikt in
der Gesellschaft und Künstler mischen
sich ein, beziehen Stellung zu einer ak
-
tuellen Frage. Ich will beispielsweise in
der Flüchtlingsfrage darauf hinweisen,
dass Österreich ein reiches Land ist,
dass es vielen Flüchtlingen schlecht
geht, dass es aber auch sehr viel Hilfs
-
bereitschaft gibt.
GREINER: Die Sicht auf Geflüchtete
spielt auch in der Diakonie eine wich
-
tige Rolle. Welche Haltung zeigen hier
die Pfarren, die Ehren- und Hauptamt
-
lichen, wir ChristInnen? Der Wind, der
jenen entgegenweht, die sich für
Flüchtlinge engagieren, ist eindeutig
rauer geworden.
KAINDL: Wenn ich so nachdenke: Ich
mache meine Arbeit immer eher für die
Zukunft. Das, was ich glaube, verstan
-
den und wahrgenommen zu haben, das
möchte ich gern in Bilder übersetzen,
die in 20, 50 oder 100 Jahren noch an
-
geschaut und verstanden werden kön-
nen.
Braucht es hier Erläuterungen der abgebil-
deten Szenen? Oder sind sie selbsterklä-
rend?
KAINDL:
Klar, die Betrachter müssen
beispielsweise wissen, wie die Flücht
-
linge in der Garage des Salzburger
Hauptbahnhofs in Stockbetten gelebt
haben. Nur dann verstehen sie die Por
-
träts der damaligen HelferInnen in der
Garage, in der jetzt wieder Autos ste
-
hen.
GREINER: Das möchte ich gern im Be-
reich der Diakonie aufgreifen: Sie ha-
ben Zeitzeugen – aus der unmittel-
baren Vergangenheit – porträtiert. Die
Gesichter, die Haltungen der Helfe
-
rInnen erzählen sehr sehr viel.
KAINDL: Ja, für alle, die es sehen und er-
kennen wollen.
Interview: Christina Repolust
>
Lucia Greiner: Die Kirche muss wieder
stärker den Kontakt und Dialog zur Kunst
suchen.
Die großen Themen der Kirche sind auch
die großen Themen der Kunst.
Die Theologin Lucia Greiner im Dialog mit
dem Künstler Kurt Kaindl.
Fotos: Christina Repolust
7kontakt 78 | Juli 2017
Musik gibt Heimat
und Identität
Eine Liebeserklärung an die Musik, ihre Kraft,
Menschen zu begleiten, zu halten und herauszufordern.
Von Kirchenmusiker Werner Reidinger.
MAG. WERNER REIDINGER
Kirchenmusikreferent
der Erzdiözese Salzburg,
Regionalstelle Wörg
I
ch bin zu Gast bei einer Familie,
die aus dem ehemaligen Osten
geflohen ist. Nach der Geburts
-
tagsfeier legen meine Gastgeber
eine Schallplatte auf und erklären mir
ihren Bezug dazu: „Das ist unsere Fa
-
milienhymne“. Es erklingt das Scher-
zo von Antonin Dvorˇak und alle sind
gerührt, weinen. Die Familie erzählt
weiter: „Diese Melodie hat uns in Not
und Trennung Kraft gegeben.“ Musik,
die Heimat gibt. Musik, die uns Iden
-
tität schenkt, die uns allen gefällt. Mu-
sik, die uns ein Leben lang begleitet.
„Wohin soll ich mich wenden“, „Gro
-
ßer Gott, wir loben dich“, „Stille
Nacht“ und „Der Heiland ist erstan
-
den“ – das sind meine Hymnen, die
ich an Festen und schönen Tagen von
Jugend an erlebt habe, mit Familie,
Fremden und Freunden, und manch
-
mal mit einer laut singenden Gemein-
de. Ein Lied kann ein Freund sein, ein
öffentliches Bekenntnis oder ein in
-
timer Begleiter in schweren oder
schönen Stunden. Textgebundene
Musik führt mich gezielt einen Weg
entlang, während textfreie Musik
Wege und Richtungen offen lässt –
manchmal nur als gerichtete Stille.
Von jedem einzelnen Ton der Glocke
bis zum vollen Klang der Orgel, vom
Staunen über unbekannte Harmo
-
nien bis hin zum Erleben eines oft
wiederholten vertrauten Liedes möch-
te ich unsere schöne Welt immer wie
-
der und immer wieder neu erfahren.
Ein Geschenk Gottes, ein lautes noch
dazu? Die Druckwellen des Schalles
bringen den Körper in Schwingung,
und damit auch Herz, Seele und Geist.
Harmonie entsteht, wo vorher keine
war. Gott darin zu entdecken, bleibt
ein Segen.
Das Erleben von Musik
will geteilt werden
Begeisterung, Stimmung, Rhythmus,
Freude, Ruhe, Unruhe, Bekanntes,
Fremdes und Schönes und Gefühls-
welten aller Art erschließen sich. Ich
kann mich in Musik verlieren und fin-
den, eintauchen und wieder auftau-
chen. Ich entdecke Geborgenheit,
Heimat und geheimnisvolle Größe.
Das Erleben von Musik will geteilt
werden. Ob der Funke überspringt,
bleibt stets offen.
In jedem einzelnen Ton einer Glocke bis zum vollen Klang einer Orgel
möch te ich unsere schöne Welt immer wieder neu erfahren.
Foto: Martina Gschaider
Kirchenmusik
Ovit acerferia natiosam dolum non nonsecest rerist, con nimolest
volum cum ut rehendest, sitiam quia sum earum nos sitam,
officte id entotaspe dem. Itam lat verita ducimolores verrum
rereici doluptius nes enis ditat dolora si blabo. Et qui adis ex eum
earum as dolum et pliquam alibuscipsa voluptate pligenduntis.
Galerie
Wo es warm und gemütlich ist
Meine Oma ist die beste Oma der Welt
Mein Lieblingsplatz ist bei meiner Oma auf der Couch. Ich habe
Glück, meine Oma wohnt nämlich gleich neben uns. Ich muss
ungefähr zehn Meter gehen und schon stehe ich bei meiner Oma
vor der Tür. Wenn ich dann im Haus stehe, rufe ich immer: „Hal-
lo Oma!“ Nach der Begrüßung sause ich wie ein Blitz schnell die
Stiegen hinauf. Oben riecht es meistens ein bisschen nach Zimt.
Es ist wirklich super, so eine nette Oma zu haben. Bei ihr darf ich
nämlich viel, etwa zu ihr kommen und ihr beim Kochen helfen.
Kurz gesagt: Meine Oma ist die beste Oma der Welt.
Unter meinem Hochbett ist mein Paradies
Mein Lieblingsplatz befindet sich unter meinem Hochbett. Dort
ist es sehr gemütlich, ich habe dort einen Mini-Fernseher, ein
Terrarium mit Schlangen, einen Kasten, einen Sitzsack, vier Mo-
delautos von Skoda, einen Radio und sogar Stromversorgung.
Was meine kleine Schwester sehr ekelig findet, finde ich sehr gut:
Hier riecht es nämlich nach Stinkesocken! Etwas dunkel ist es
hier schon, aber trotzdem ist es sehr sehr sehr schön unter
meinem Hochbett. Einen grünen Teppich habe ich dort am Bo-
den liegen, aber das Wichtigste ist, dass ich mich hier wohl fühle.
Wenn ich auf den Schneiber gehe
Wenn das Wetter schön ist, dann gehe ich gern auf den
Berg. Schon beim Hinaufgehen sehe ich viele Tiere und
höre die Vögel zwitschern. Oben angekommen, gehe ich
meistens zu einer Hütte. Dort bekomme ich etwas zu trin-
ken und eine gute Jause, manchmal übernachte ich dort
auch. Mein Lieblingsberg ist der Schneiber – dort fühle
ich mich richtig wohl.
Beim Kopfstandmachen plumpse
ich in weiches Gras
Ich stehe auf meinem Lieblingsplatz. Dort riecht es
nach frischem Gras und Blumen. Mein Lieblings-
platz ist der Garten vor unserem Haus. Man kann
dort auch super turnen und im Winter einen
Schneemann bauen. Mitten in unserem Garten
sieht man einen Kanaldeckel, der manchmal auch
eine Bühne für mich ist. Beim Kopfstandmachen
plumpse ich immer ins weiche Gras und das macht
mir Spaß. Am Ende des Gartens ist ein Lichtgra-
ben, dort wachsen Tomaten, Erdbeeren, Colakraut
und noch vieles mehr. Rund um unseren Garten
führt ein Zaun: Daher fühle ich mich dort so sicher.
Auf meinem Lieblingsplatz kann man fast alles
machen. Darum ist der Garten mein Lieblings-
platz.
In meinem Zimmer wartet meine
Katze auf mich
Mein Lieblingsplatz ist mein Zimmer, weil dort oft
meine Katze ist und auch mein Spielzeug. Ich gehe
gern in mein Zimmer, weil ich dort in Ruhe fernse-
hen kann. Mein Bett gefällt mir am besten: Da ku-
schle ich mich hinein und höre in aller Ruhe CDs.
Meine Katze legt sich dann zu mir, daher ist mein
Lieblingsplatz auch immer schön warm. In meinem
Hängesessel lese ich auch gern Bücher, außerdem
kann ich in meinem Zimmer Wii spielen. Manch-
mal lege ich mich mit meiner Katze ins Bett und
denke nach.
Iris Löffler
Tobias Schlager-Weidinger
Anna Wildfellner
Am Mondsee bin ich glücklich
Mein Lieblingsplatz ist am Mondsee:
Dort bin ich an unserem Badeplatz mit
dem Surfbrett oder liege auch manch-
mal am Steg und schaue meiner großen
Schwester beim Windsurfen zu. Manch-
mal paddle ich auch auf die andere Seite
des Sees. Ich nehme immer gern den Fo-
toapparat mit und fotografiere dann
Flug zeuge, die Loopings machen. Au-
ßerdem füttern wir die Schwäne mit Brot
und genießen die Stille am See. Das
frisch gemähte Gras duftet und ich liebe
den Geruch des Schilfs. Wenn mir dann
ein wenig fad wird, schnorchle ich und
beobachte die Tiere im Wasser. Meine
Schwestern und ich sitzen gern auf dem
Surfbrett und springen von dort ins Was-
ser. Manchmal machen wir auf dem
Surfbrett auch Purzelbäume, wir schub-
sen uns gegenseitig ins Wasser und ma-
chen diesen und jenen Schabernack. Am
Steg essen wir dann Melonen, die rie-
chen nach Sommer. Hier am Mondsee
bin ich glücklich.
Mathias Essl
Elias Eder
Texte und Bilder
von Schülerinnen und Schülern
der Klassen 4a und 4c
der Volksschule Golling
Marina Peroutka
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Für eine Kultur der Barmherzigkeit
MAG. THOMAS NEUREITER, PFARRCARITAS UND SPIRITUALITÄT, CARITAS SALZBURG
DIE ERSTE ZEIT NACH DER GEBURT UNSERES ERSTEN SOHNES hatten wir – auch bedingt
durch die Krankheit des Kindes – wirklich zu kämpfen. Da stand eines Tages uner-
wartet ein Korb mit fertig gekochtem Essen vor der Tür. „… damit wir uns nicht auch
noch ums Kochen kümmern müssen.“
Papst Franziskus beschreibt es so: „Wir sind aufgerufen, eine Kultur der Barmherzig-
keit wachsen zu lassen, die darauf gründet, die Begegnung mit den anderen wieder-
zuentdecken: eine Kultur, in der niemand mit Gleichgültigkeit auf den anderen
schaut, noch den Blick abwendet, wenn er das Leid der Mitmenschen sieht.“ Wir
haben es erlebt – das macht Mut! Gelebter caritativer Grundauftrag an uns Christen.
Einladung zum Mutigsein
MAG. BERTRAM NEUNER, THEOLOGE, VORSITZENDER DES BETRIEBSRATES DER
ORDINARIATSANGESTELLTEN DER ERZDIÖZESE SALZBURG
OFT STEHEN WIR VOR EINEM RIESIGEN PROBLEM, das aufs Erste keine Lösung erkennen
lässt. Da ist es hilfreich, die eigene Hilflosigkeit zuzugeben und um Unterstützung
zu bitten. Nicht alles muss ich allein machen und Hilfe darf ich annehmen. Eine
mögliche Lösung ist: Gemeinsam die Situation zu analysieren und diese in kleinere
Aufgaben zu unterteilen. Nicht alles wird gleich gelingen, aber Rückschritte gehören
zu Lösungsprozessen dazu! So können wir auch im Angesicht der Not unsere
Zukunft gestalten und handlungsfähig bleiben. Zudem haben wir Menschen die
Zusage, dass dem Mutigen Gott mit seinem Heiligen Geist zur Seite steht.
Geschichten von der Straße
MAG. MICHAELA GRÜNDLER, CHEFREDAKTEURIN STRASSENZEITUNG APROPOS
WENN WIR ALS APROPOS HEUER UNSER 20-JÄHRIGES JUBILÄUM FEIERN, dann machen wir
das gemeinsam. Da erzählt Verkäuferin Luise, die von Anfang an dabei ist, wie
wichtig Apropos in ihrem Leben ist. Da weiß Rumen, ein bulgarischer Verkäufer,
dass er zwar nicht jeden Tag eine Ausgabe der Zeitung verkauft, aber auf seinen
Wegen viele Geschichten „sammelt“. Das Verkaufen auf den Straßen in Salzburg ist
Struktur im Tagesablauf, schafft und vertieft Kontakte zu den LeserInnen: Lieblings-
verkäufer und Stammkunden erzählen immer wieder davon. Ich bewundere unsere
Verkäuferinnen und Verkäufer sehr, dass sie sich trotz aller existenziellen Widrig-
keiten immer wieder selbst am Schopf packen und aus dem Sumpf herausziehen.
Ermutigungen
Auf andere achten
Was haben die Chefredakteurin der Straßenzeitung Apropos, ein
Mitarbeiter der Caritas und ein Betriebsratsvorsitzender gemein-
sam? Sie achten auf andere, sind sensibel für Veränderungen
und stärken die Menschen, für die sie arbeiten. Scheitern ist
erlaubt und das Annehmen von Hilfe ein ständiger Lernprozess!
Foto: Ratzer
Foto: Georg Sturm
Foto: Bernhard Müller
EIN JUBILÄUM STEHT AN. Wie geht es in
Zukunft mit der Pfarre weiter? Da hat
Obmann Franz Schützwohl die Idee,
der Offene Himmel wäre eine tolle
Geschichte. Er verspricht sich Zu-
kunft von einer bunten, kreativen Be-
gegnungswoche. Ein Team aus dem
Pfarrverband reist ins Seelsorgeamt,
um zu klären, was für den Offenen
Himmel im Pfarrverband Zell am See
zu beachten ist. Im Vertrag zwischen
Seelsorgeamt und den Pfarren rund
um den Zeller See werden Ziele be-
nannt: die Kirche wird offener. Das
Miteinander zwischen den drei Got-
tesdienstgemeinden wird gefördert.
Die Pfarre geht zu den Leuten hinaus.
Es gibt einen Anstoß, um zum Glau-
ben zu kommen. Der älteste spiritu-
elle Ort des Pinzgaus kommt ins Be-
wusstsein. Engagierten soll die Woche
gut tun. Vernetzung und Ko operation
werden gefördert.
Neben den Zielen wird ein grober
Fahrplan entwickelt. Ressourcen wer-
den benannt und Unterstützungen
geklärt. Angestrebte Kooperationen
werden vereinbart. Das Projekt wird
beim Zukunftsprozess 2018 einge-
reicht, genehmigt und unterstützt.
Damit ist auch klar, dass nach der
Woche des Offenen Himmels auf fol-
gende Kriterien geachtet wird: Was
bzw. wie war die Wirkung? Wem tut
der Offene Himmel gut?
Stück für Stück entsteht
ein buntes Programm
In einem ersten Treffen sammelten
die Initiatoren in Schüttdorf Ideen
und entwickelten gemeinsam Vor-
stellungen von bunten Veranstal-
tungen. Die Leitfragen dazu: Wem tut
der Offene Himmel gut? Für wen will
sich Pfarre einsetzen? Man nimmt
Kontakt zu möglichen Projektpart-
nern auf, immer wieder kommen
neue Ideen dazu. Man überlegt, wer
noch beteiligt werden soll. So ent-
steht Stück für Stück ein Programm:
eine coole Jugendveranstaltung, ein
Pilgerweg, eine Laser-Show, Biblio-
drama zum Sturm auf dem See auf
einem Boot, ein Zeitzeugenabend,
eine Segnung der 50-Jährigen. Jeder
Tag in der Woche hat ein Motto: Tag
der Gastfreundschaft, Tag des Erin-
nerns, Schöpfungstag, Tag des Se-
gens, Danktag. Ein eigenes Logo ver-
weist auf das Zusammenwirken von
Schüttdorf, sowie St. Hippolyt und
Thumersbach. Alle Generationen sind
beteiligt.
Nachher sollen viele sagen: Ideen
wurden ernst genommen. Das Zu-
sammenwirken war gut. Die Leute
haben aufeinander gehört. Die Be-
geisterung war ansteckend. Kreativi-
tät kam ins Spiel. Viele staunten, was
rund um Kirche möglich ist. Die Mit-
wirkenden hatten Spaß.
Die Pfarren rund um den Zeller See
freuen sich auf Gäste über die Pfarr-
grenzen hinaus. Informationen zum
Programm: www.offenerhimmel.at
Sebastian Schneider
Der Offene
Himmel
hinterlässt
Spuren
Die Begegnungswoche „Offener Himmel“ findet 2017 rund um
den Zeller See statt. Schüttdorf, Zell am See St. Hippolyt und
Thumersbach laden ein.
Vom 23. September bis 1. Oktober 2017 ist
der Himmel rund um den Zeller See offen.
Der Offene Himmel „funktioniert“ dort,
wo Menschen da rauf achten, was andere
brauchen und was ihnen gut tut.
offenerhimmel.at
23. September bis
1. Oktober 2017
rund um den
Zeller See
Begegnung
zum Beispiel:
• ALIVE!
feel go(o)d
Gottesdienste
• 48-h-Jüngerschaft
zum Beispiel:
Weggottesdienste
zur Erstkommunion
• Sticker-Sammelalbum
M+ Ministrantenkurs
zum Beispiel:
Abende der Stärkung
• Trauerraum
Beichtfest zur
Erstkommunion
zum Beispiel:
Beteiligungsausschuss
im Pfarrgemeinderat
Ehrenamt in Konkurrenz
Modell „Bürgerrat
zum Beispiel:
• Wanderbibel
Bibel teilen
Besuch der
„Bibelwelt“
zum Beispiel:
Demenzfreundliche
Lebensräume
Café der Kulturen
Selbsthilfegruppe Depression
zum Beispiel:
Begrüßung im Gottesdienst
Mit der Brille eines „Fremden“
Visualisierung im
Gottesdienst
Projektphase
Projektphase
bis April 2018 haben Sie Zeit Ihre Projekte umzusetzen;
Ideenwerkstatt und Dialograum finden zu Ihren Wunschterminen statt
Wir unterstützen Sie in der Projektphase.
Beratung Abschluss
22.–24. September 2018
2017 2018
Themen-Töpfe
Kinder-
Pastoral
Armut &
Teilhabe
Kirche
der Beteiligung:
„Ich bin da.bei“
Scheitern,
Umkehr,
Versöhnung
Der Jugend
Zukunft
geben
Gottes Wort
verkünden
und leben
Willkommens-
Kultur
Begleitmodul
Ideenwerkstatt
Begleitmodul
Dialograum
Zukunftsprozess 2018 – Projektidee
1. Suchen Sie noch, oder haben Sie Ihr Projekt schon gefunden?
Welches Thema liegt Ihnen am Herzen? Welches konkrete Zukunftsprojekt könnte daraus für Ihre Pfarre werden?
Wir haben für Sie Anregungen gesammelt und in Themen-Töpfen“ sortiert.
Lassen Sie sich bei Ihrer Projektfindung inspirieren:
Mehr Inspirationen zu diesen und weiteren Projekten unter www.zukunftsprozess.at
2. Profis bringen Ihr Projekt auf den Weg und begleiten Sie!
Wir kommen zu Ihnen in die Pfarre und unterstützen Sie gemeinsam mit Experten bei der Entwicklung und Umsetzung Ihres Zukunftsprojekts. Buchen Sie kostenlos:
3. Besser heute als morgen :) – Der Zeitplan
2017 2018 2019
Projektphase bis September 2018
In dieser Zeit sollen Sie Ihr Zukunftsprojekt in der Praxis erproben.
Ideenwerkstatt und/oder Dialog-Raum begleiten Sie dabei.
Beide finden zu Ihren Wunschterminen in Ihrer Pfarre statt.
Aus Zukunftsprojekten
werden Modelle, die
in die pastorale Praxis
einfließen.
Zukunfts-Fest
zu Ruperti 2018
Begleitmodul
Ideenwerkstatt
Wenn Sie noch auf der Suche nach einer Idee
sind oder Ihre Idee noch nicht richtig Gestalt
angenommen hat.
1,5 Tage • kostenlos • in Ihrer Pfarre
Begleitmodul
Dialog-Raum
Wenn Sie bereits ein Zukunftsprojekt verfolgen,
aber neue Impulse für die Weiterentwicklung
brauchen.
1 Halbtag • kostenlos • in Ihrer Pfarre
Anmeldung
Wir machen mit!
Wählen Sie das für Sie passende Begleitmodul. Zutreffendes bitte ankreuzen:
So melden Sie sich an:
per Post: Zukunftsprozess Erzdiözese Salzburg, Gaisbergstraße 7, 5020 Salzburg
telefonisch: 0662/8047-7110 • per Fax: 0662/8047-57110
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Vision
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Vision
Wenn Sie durch eine gemeinsam entwickelte Vision
bestärkt und ermutigt den Traum für Ihre Pfarre
umsetzen wollen.
1 Halbtag oder begleiteter Prozess in einem
Arbeitsjahr • kostenlos • in Ihrer Pfarre
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Dialog-Raum
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13
kontakt 78 | Juli 201714
Der Kirchenbeitrag
als Seismograph
MAG. CHRISTIAN SCHAMBERGER
ist seit zwölf Jahren Leiter des
Kirchenbeitragsreferates der
Erzdiözese Salzburg.
Er koordiniert zehn Kirchenbei-
tragsstellen und organisiert
gemeinsam mit ihnen die
Einhebung des Kirchenbeitrags.
D
Wie sehen Sie als Kirchenbeitrags-
referent und Historiker das häufig
genannte Argument gegen den
Kirchenbeitrag, dass er aus der NS-
Zeit stamme?
SCHAMBERGER:
Nun, das ist ein weit
verbreiteter Irrtum. Richtig ist, dass
sich die nationalsozialistischen
Macht haber auf bereits geltendes
Recht gestützt haben, als sie das Kir-
chenbeitrags-Gesetz „erfunden“ ha-
ben. Bereits im 19. Jahrhundert hätte
die Kirche von den Gläubigen einen
Beitrag einheben können. Da aber zu
dieser Zeit der Religionsfonds noch
existierte, brauchte man auf diese
Gesetzeslage nicht zurückgreifen.
Erst mit dem Anschluss, als die NS-
Diktatur den Religionsfonds auflöste,
berief sich die Diktatur auf dieses Ge-
setz und erließ das Kirchenbeitrags-
gesetz. Ziel war dabei, der Kirche
einen letzten und vernichtenden
„Dolch stoß“ zu versetzen. Das wis-
sen wir aus handschriftlichen An-
merkungen auf dem Gesetzesent-
wurf.
Ist der Kirchenbeitrag ein Parameter für die
Akzeptanz der Kirche?
SCHAMBERGER:
Ich würde dieses Bild
sogar erweitern: Der Kirchenbeitrag
ist ein Parameter und Seismograf für
die Akzeptanz. Jedes Jahr aufs neue
schickt die Kirche einen Zahlschein
aus. Und jedeR KatholikIn ist damit
jährlich gefragt, wie seine/ihre Nähe
oder Distanz zur Kirche sich auf den
Kirchenbeitrag auswirkt. Wir sind
stolz darauf, dass über 80 % der Ka-
tholikInnen ihren Kirchenbeitrag na-
hezu sofort begleichen. Über 95 %
kommen ihrer Verpflichtung klaglos
nach. Da wir aber auch die Instituti-
on der Kirche sind, die jährlich Tele-
fonnummer und Emailadresse mit-
schickt, nehmen wir in vielen Dingen
die „kleinsten“ Erschütterungen auf
katholischer Erdfläche war.
Worauf sind Sie als Kirchenbeitragsrefe-
rent stolz, welche Klippen haben Sie und
Ihr Team in der Vergangenheit umschifft?
SCHAMBERGER:
In den zwölf Jahren, in
denen ich die Aufgabe als Kirchen-
beitragsreferent wahrnehme, hat
sich sehr viel getan. Ich freue mich,
dass wir heute insgesamt innerhalb
der Erzdiözese noch stärker mitei-
nander vernetzt sind.
Besonders freut mich die Ausarbei-
tung, Umsetzung und Implementie-
rung unseres Sprachleitfadens „Un-
sere Werte als Worte“. Wir sind heute
mit unserer Sprache nicht mehr amt-
lich-verstaubt, sondern pflegen ei-
nen modern-verständlichen Schreib-
stil, mit dem wir unsere Kunden, die
BeitragszahlerInnen, besser und ver-
ständlicher erreichen.
„Ich bin da.für“ das war das Motto der PGR-
Wahl, wie geht der Satz für Sie persönlich
und in Ihrer beruflichen Funktion weiter?
SCHAMBERGER:
„Ich bin da.für“ unse-
re Pfarrkirchenräte. Bei unseren Tref-
fen, die gerade geplant werden, un-
terstützen und informieren wir die
Menschen, die zusätzlich zum Ehren-
amt auch noch wirtschaftliche Ver-
antwortung in unseren Pfarren über-
nehmen.
Interview: Christina Repolust
15kontakt 78 | Juli 2017
ie haben einander 2400 Briefe
geschrieben: Georg Aigner und
seine Frau Evelyne. Es waren
besondere Briefe, denn Georg
saß damals im Gefängnis. „Wir haben
einander 1999 kennen gelernt, seit
zehn Jahren sind wir verheiratet. Die
Evelyne ist immer zu mir gestanden,
auf die konnte und kann ich mich
völlig verlassen, ein Gefühl, das ich
vorher nicht gekannt habe.“ Georg
weiß um seine Fehler, er übernimmt
Verantwortung für sie, erzählt frei he-
raus von seinem Weg. „Klar, Haftstra-
fen sind ein Tabu. Aber warum ei-
gentlich? Ich habe meine Strafen
abgesessen, war mit den Gedanken
immer draußen bei Evelyne, das war
schon hart. Wir haben einander in
schwierigen Situationen unterstützt,
einmal war ich unten, einmal sie. Das
war nicht leicht, aber so ist das Le-
ben!“ Früher hat es ihn nach der Ent-
lassung immer wieder zum Bahnhof
Salzburg hingezogen, dort hatte er
vermeintliche Freunde, dort galt er
was. Oder doch nicht?
Es kann jeden treffen
Georg weiß, was es bedeutet, obdach-
los zu sein, keine Tagesstruktur zu ha-
ben, nur von einem Tag auf den ande-
ren planen zu können. „Ich bin jetzt
seit zehn Jahren bei Apropos: Das Ver-
kaufen der Straßenzeitung hat mein
Leben verändert und das nicht nur
wegen der 1,25 Euro, die mir vom Ver-
kaufspreis von 2,50 Euro pro Zeitung
bleiben. Ich erlebte eine Gemein-
schaft, ich hatte auf einmal eine Ta-
gesstruktur: Mit der Zeit wurden aus
den KäuferInnen StammkundIn nen,
wir begannen miteinander zu reden.
Obdachlose brauchen Struktur, je-
manden, der an sie glaubt, Personen,
denen sie fehlen, wenn sie einmal
nicht auftauchen. Eigentlich klar, das
brauchen doch alle Menschen!“
Ab Herbst bietet Georg Aigner im Auf-
trag von Apropos Stadtspaziergänge
an, er geht mit Interessierten drei
Routen, die von Absturz und Neube-
ginn erzählen. „Obdachlosigkeit kann
jeden treffen, das geht ganz schnell.
Bei den ersten Probeläufen waren In-
sider dabei, aber sogar die haben
über viele Details gestaunt. Auf die-
sen Wegen gibt es nämlich alles: Ab-
sturz und Neubeginn, wo bekommt
man Hilfe, wo findet man Arbeit, eine
Wohnung? Wie gesagt, jammern hilft
nicht, tun aber schon!“
Ich habe
meinen
Lebenssinn
gefunden
„Mit Apropos bin ich erwachsen gewor-
den!“, zieht der 48-jährige Pinzgauer Bilanz.
Wenn Georg Aigner aus seinem Leben
erzählt, Höhen und Tiefen schildert, bleibt
seine Stimme fest, er jammert nicht, son-
dern schaut nach vorn. „Ich habe ein gutes
Leben und eine sinnvolle Arbeit. Meine Frau
Evelyne und ich halten Vorträge, machen
Radio, schreiben über uns und unseren
Alltag.“
Mit jedem Zahlschein,
den die Kirchenbeitrags-
stellen verschicken,
werden Katholikinnen und
Katholiken aufgefordert,
ihre Nähe und Distanz
zur Kirche zu bestimmen.
Kaum eine Einrichtung
der Kirche bekommt die
Auswirkungen so unmit-
telbar zu spüren wie der
Kirchenbeitrag.
Georg Aigner. Foto: Christina Repolust
GEORG AIGNER
Mitarbeiter der Straßenzeitung Apropos
MENSCHENBILDER
S
Kirche & Geld
kontakt 78 | Juli 2017 kontakt 78 | Juli 201716 17
Pfarrgemeinderat
t. Electio hat gewählt und ein
sehr gutes Ergebnis erzielt. Alle
an der Wahlvorbereitung Betei-
ligten haben gemeinsam die
Wahl analysiert. Was hat zum Wahl-
erfolg beigetragen?
Mit der Vision „St. Electio möchte die
Menschen in ihrer Gemeinde mit der
Botschaft Jesu in Berührung bringen
und mit ihnen gemeinsam wachsen“
kam einiges in Bewegung. Das ging in
zwei Richtungen: nach innen und
nach außen. Nach innen war es bei
den Aktiven eine Vergewisserung,
dass ihr Handeln gut in der Spur Jesu
liegt. Geholfen hat ihnen, dass sie
sich regelmäßig in kleinen Gruppen
getroffen haben, um sich über eine
Bibelstelle auszutauschen. Das Ge-
spräch über die Verbindung der Bi-
belstelle zu einem aktuellen Thema
und zum eigenen Leben war oft sehr
intensiv. Dabei entwickelte sich eine
Dynamik, die eine Bewegung nach
außen in Gang setzte. Sie erkannten,
dass Vieles von dem, was sich in der
Pfarre tut, nur im innersten Kreis be-
kannt war. Deshalb gingen sie in die
Öffentlichkeit.
Beteiligung auf allen
Ebenen als Erfolgsfaktor
Das führte zum nächsten Erfolg. Es
wollten sich mehr als früher beteili-
gen und so war es relativ einfach,
eine Liste von KandidatInnen für die
Pfarrgemeinderatswahl zusammen-
zustellen.
Ein weiterer Erfolg war die hohe
Wahlbeteiligung. Sie zeigt zum einen,
wie wichtig vielen Menschen die Ar-
beit der Pfarre ist und ist zum ande-
ren eine positive Rückmeldung für
diejenigen, die bereit sind, die näch-
sten fünf Jahre im Pfarrgemeinderat
mitzudenken.
Bei der Wahlanalyse wurde nicht nur
über Zahlen gesprochen, denn hinter
den Zahlen stehen Menschen; und
da gibt es nun die Gewählten und die
Ersatzmitglieder. Natürlich wurde im
Vorfeld niemandem ein Fixplatz im
Pfarrgemeinderat versprochen, das
würde ja jeglichen demokratischen
Regeln widersprechen. Ebenso klar
war, dass sich nicht der Pfarrer sein
Team zusammensucht. Trotzdem
mussten nach der Wahl alle über das
Wahlergebnis informiert werden.
Hilfreich war, dass nach ehrenamt-
lichen MitarbeiterInnen Ausschau
gehalten wurde, die an der Umset-
zung der Vision für St. Electio interes-
siert waren. In den Gesprächen wur-
den die verschiedenen Formen der
Mitarbeit und der Gestaltungsmög-
lichkeiten ins Spiel gebracht. Dem
Pfarrgemeinderat kommt dabei die
Rolle des Impulsegebens und des Ko-
ordinierens zu.
Woher die Zutaten für ein
gutes Menü nehmen?
Im Rahmen der Konstituierung des
neuen Pfarrgemeinderates haben
Ehemalige die Arbeit übergeben. Es
wurde beschlossen, sich für die Pla-
nung der nächsten Schritte in eine
Zukunftswerkstatt zu begeben und
dafür auf Klausur zu fahren. Die Visi-
on „St. Electio möchte die Menschen
in ihrer Gemeinde mit der Botschaft
Jesu in Berührung bringen und mit
ihnen gemeinsam wachsen“ schien
plötzlich mehr Fragen als Antworten
aufzuwerfen: Wer sind die Men-
schen? Wie leben sie? Welche Hoff-
nungen, Träume, Sorgen und Ängste
tragen sie in sich? Was bedeutet Ge-
meinde? Wo sind die Grenzen? Wer
gehört dazu? Wer nicht? Haben wir
ein gemeinsames Verständnis, was
mit der Botschaft Jesu gemeint ist?
Was bedeutet wachsen? Fragen über
Fragen – wie sollten sie da bloß vor-
gehen? Welches Menü sollten sie für
St. Electio zubereiten? Da half ihnen
das Bild vom Kühlschrank: Die eine
Gruppe von Menschen wollte mitei-
nander essen. Sie suchten ein sehr
ausführliches Menü aus, gingen ein-
kaufen, füllten den Kühlschrank und
begannen zu kochen. Sie waren sehr
damit beschäftigt, das Rezept einzu-
halten und mussten gut aufpassen,
damit die richtigen Zutaten im rich-
tigen Topf landeten. Das Essen hat
sehr gut geschmeckt. Eine andere
Gruppe von Menschen wollte auch
miteinander essen und fand sich in
der Küche ein. Sie öffneten den Kühl-
schrank, um sich einen Überblick
über das Vorhandene zu verschaffen.
Gemeinsam entwickelten sie Ideen,
was sie womit kombinieren könnten.
Die Mitglieder des Pfarrgemeinde-
rates dachten lange über diese bei-
den Zugänge zu einem gemeinsamen
Menü nach. Sie entschieden sich
dann für den zweiten Weg aus der Er-
kenntnis heraus, dass hier alle mit
ihren Fähigkeiten an einem gemein-
samen Prozess beteiligt werden. Au-
ßerdem liegt die Prozesssteuerung in
ihren Händen. Ihnen war auch klar,
dass da eine Zukunftswerkstatt nicht
ausreichen würde, um ein fertiges
Menü zu bekommen.
Klaudia Achleitner
St. Electio
erstellt ein Menü
Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates von St. Electio
machen sich Gedanken, wie es nach der Wahl weitergeht.
Der Wunsch nach größtmöglicher Beteiligung und der
Einsatz der eigenen Fähigkeiten sind schon einmal ein
ambitionierter Anfang.
Ab Herbst 2017 werden weitere
Ateliers angeboten:
Leitungsfunktion, Rolle und
Aufgaben von Obfrauen und
Obmännern der Pfarrgemein-
deräte
Gestaltung von Homepages,
Sozialen Medien und Pfarrbriefen
Gründen und Beteiligen von
Gruppen
Entwicklung einer Begrüßungs-
kultur in willkommenheißender
Atmosphäre
Die Musik im Gottesdienst
Nähere Informationen über
Inhalte,Termine und Orte:
www.kirchen.net/pfarrgemeinderat
S
Muss man für ein gutes Menü einkaufen
gehen – oder soll man es mit dem
versuchen, was im Kühlschrank ist?
Foto: fotolia/Lsantilli
ATELIERS
kontakt 78 | Juli 2017 19kontakt 78 | Juli 201718
PARTNER- UND FAMILIENBERATUNG
Wie Liebe gelingt
Ein Seminar für Paare im Rahmen des „Offenen Himmels 2017“
Veranstaltungsort: Partner- und Familienberatungsstelle
Pinzgau, Hafnergasse 3, Zell am See
Freitag, 29.9.2017 • 14.00 – 17.30 Uhr
Referentinnen: Viktoria Rainer, Dipl. Ehe-, Familien-
und Lebensberaterin und Annemarie Parhammer,
Dipl. Ehe-, Familien- und Lebensberaterin
Anmeldung und Information bis 27. Sept. 2017
bei Viktoria Rainer, Tel. 0664/73479352
Dieses Angebot richtet sich an Paare, die ihre Beziehung
in den Mittelpunkt rücken wollen: Wie schaffen Paare
den Spagat zwischen Funktion und Genuss? Wie bleiben
sie in kargeren Frei-Zeiten über wichtige persönliche
Themen im Gespräch? Und wie bewahren sie sich eine
lebendige Beziehung?
Kein Beitrag (Die Kosten übernimmt die Partner- und
Familienberatung der Erzdiözese Salzburg)
Veranstaltungen
SPIRITUALITÄT UND EXERZITIEN
Von Jesu Botschaft berührt
Kirche gestalten
5-wöchige Exerzitien für neu gewählte PfarrgemeinderätInnen,
Interessierte auf Pfarrebene und pfarrliche Gruppen sowohl
auf Pfarr- als auch auf regionaler Ebene. Basierend auf dem
Buch von Angelika Gassner „Befreit zur Liebe. Exerzitien im
Alltag zu Worten von Jesus Christus und Papst Franziskus.“
Anmeldung für die Angebote auf Regionalebene per Mail
bis 8. September 2017 bei Angelika Gassner.
Nähere Informationen: Referat für Spiritualität und
Exerzitien, Mag.
a
Angelika Gassner, Kapitelplatz 7,
Postfach 62, 5010 Salzburg, Tel. 0662-8047-2375,
angelika.gassner@seelsorge.kirchen.net
Kosten: Die Kosten auf der Regionalebene werden zur
Gänze vom Seelsorgeamt getragen.
Eine Kooperation des Referats für Spiritualität und Exerzitien mit
dem Pfarrgemeinderatsreferat und dem Referat Organisationsent-
wicklung und Gemeindeberatung im Zukunftsprozess 2018 der
Erzdiözese Salzburg.
KIRCHENMUSIK
KONZERTE 2017 – Pfarrkirche Söll
Jeweils Sonntag um 20.00 Uhr
Die Kirchenkonzerte sind Teil der Dorfkultur: Sie beleben das
Musizieren, setzen geistige und musikalische Impulse,
ermöglichen eine Zeit des Nachdenkens und des Gebets.
Kooperation des Kirchenmusikreferats der ED Salzburg mit dem
Kulturausschuss der Gemeinde Söll.
Eintritt: E 9,00; Vorverkauf E 7,00/Saisonkarte E 30,00
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
9. JULI: JUBELMUSIK TROMPETE & ORGEL
Hermann Mitterer, Trompete;
Werner Reidinger, Orgel
16. JULI: ORGELKONZERT
Manfred Zott, Orgel
23. JULI: ENCUENTRO – MUSIKALISCHE BEGEGNUNGEN
Silvia Fúnes, Sopran, Daniel Müller
(Gitarre) und Raúl Funes (Gitarre)
30. JULI: FLÖTENTÖNE & ORGELKLANG
Michael König (Orgel) und Karin Leitner
(Flöte, Piccolo und Tin Whistle)
6. AUGUST: GESANG UND ORGEL
Bettina Leitner (Orgel) und
Margareta Leitner (Sopran)
13. AUGUST: LIEDER MIT HERZ
Jelena und Florian Widmann (Gesang),
Anna Ulajewa (Klavier)
20. AUGUST: GOSPELKONZERT
Gail Anderson und Rhythmischer
Gospelchor
27. AUGUST: FESTLICHE MUSIK FÜR ORGEL UND TROMPETE
Edith Mallaun (Orgel) und
Florian Simeir (Trompete)
3. SEPTEMBER: ENSEMBLE KLINGZEUG
Eintauchen in die Welt der alten Musik
10. SEPTEMBER: ENSEMBLE FINDLING
Berührende Lieder in Mundart
17. SEPTEMBER: KLANGRAUM SAXOPHON & ORGEL
Klaus Egerbacher, Saxophon;
Werner Reidinger, Orgel
Veranstaltungen Service
Maria Namenfeier:
Buswallfahrt mit Erzbischof
Franz Lackner nach Wien
Samstag, 9. September 2017 von 7.30 – 22.30 Uhr
Anmeldung bis Donnerstag, 31. August erforderlich:
Mag.
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Irene Blaschke, Referat für Berufungspastoral
berufungspastoral@zentrale.kirchen.net
Tel. 0662-8047-1635
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und Freizeit
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pastoral
kontakt 78 | Juli 2017 21
DER ZUKUNFTSPROZESS 2018 regt an, Neues in der
Seelsorge zu wagen und sich dabei durch die
Praxis anderer Pfarren bzw. Projekte anregen zu
lassen. Er ermuntert aber auch dazu, zu zeigen,
was schon gut läuft. Liebe LeserInnen: Auf der
Seite www.zukunftsprozess.at ist noch ausrei-
chend Platz für Ihr bestes Projekt aus der Pfarre.
Wir stellen Ihnen hier zwei Beispielprojekte rund
um die Themen „Beten, Bibellesen, Vergeben“ vor!
Best Practice
Mitteilen ermutigt
Abende der Stärkung Bibelraum
weilen, eine Kerze zum Entzünden.
Die Bitten werden beim nächsten
Gottesdienst gelesen. In der von be-
sonderem Licht durchfluteten Kirche
wirkt Gott präsent.
Die Atmosphäre der Anbetung wird
durch Gesang und Musik geprägt.
Am Ende geht man mit dem eucha-
ristischen Segen nach Hause.
Nachher sagen viele: Eine Kirche, die
einlädt, zur Ruhe zu kommen, die be-
tet, verzeiht, stärkt.
… IM WORT-GOTTES-RAUM UND
AUCH IM STRANDBAD
Leute gehen selbstbestimmt in eine
Kirche, sie suchen für sich eine
persönlich gestaltete Zeit. Da ist
nicht egal, wie eine Kirche einge-
richtet ist. In der Stiftskirche Matt-
see lädt der „Wort-Gottes-Raum“
ein, eine Bibel-Auszeit zu nehmen,
in der Bibel zu lesen, in Stille zu
verweilen, die Worte auf sich wir-
ken zu lassen. Damit der Gedanke
nicht in Vergessenheit gerät, kann
von einem Abreißkalender ein
Blatt mitgenommen werden. Die
brennende Kerze sagt, „Gottes
Wort ist wie Licht in der Nacht“.
So wie eine Auszeit im Seebad in
Mattsee oder bei einem Waldspa-
ziergang kann auch der Besuch
des Wort-Gottes-Raums stärken.
Der Raum ist eine Einladung, sich
auf eine Begegnung mit Jesus
Christus einzulassen, um auf sein
Leben, sein Wort und seine Taten
zu schauen. Im Sommer ist ver-
mutlich für beides Zeit: für das
Seebad und den Wort-Gottes-
Raum.
Die Kirche in einer besonderen Stim-
mung. Lichtinseln laden ein, sich
segnen zu lassen oder das Wort
Gottes zu hören oder zu lesen.
An anderer Stelle ist ein Priester be-
reit, ein Gespräch zu führen. Er
spricht auch die Vergebung zu – eine
Chance, das Sakrament der Verzei-
hung wahrzunehmen.
Stifte und leere Karten laden ein, ein
Fürbittgebet aufzuschreiben, die Kir-
chenbank zum Hinsetzen und Ver-
Einfach losgehen
Aufbrechen ist leicht,
einen Anfang machen,
Neues entdecken,
manches Alte zurücklassen.
Das dachte ich, bis ich jetzt meine Wanderschuhe zuschnüre.
Aufbrechen ist auch Risiko,
Blasen an den Füßen zu bekommen,
mit der Gruppe nicht mithalten zu können,
beim Gehen zu scheitern.
Das denke ich, als ich meinen Rucksack hochhebe.
Aufbrechen ist eine Chance,
die Perfektion auf Urlaub zu schicken,
den eigenen Rhythmus zu finden,
nicht ehrgeizig auf ein Ziel zuzulaufen,
sondern auf den eigenen Weg zu achten.
Aufbrechen ist Tun, nicht Denken,
Aufbrechen ist, die Tür hinter mir zuzumachen,
fest aufzutreten, das Gewicht des Rucksacks zu spüren.
Aufbrechen ist jetzt und ist hier.
Aufbrechen ist Chance, Risiko, Wagnis und Freude.
Aloisia Fellner, Pilgerin
Impuls
kontakt 78 | Juli 201720
Beten
Bibellesen
Vergeben
Foto: fotolia/BrianJackson
F
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Tipps fürs Internet
Es gibt nur eine Chance für den ers-
ten Eindruck. Das gilt auch für das
Internet. Drei Anregungen, wie Sie
mit Ihrer Pfarrhomepage Format
zeigen.
Übersicht ist alles
Der Schlüssel zu einer übersicht-
lichen Website ist die Menüführung.
Reduzieren Sie Ihre Menüpunkte
auf das Wesentliche und benennen
Sie diese so, dass Ihre User schnell
verstehen, was sie dort wo finden
können. 3 bis 5 Menüpunkte reichen
völlig aus.
Informieren statt labern
Eine Website ist kein Archiv. Vermei-
den Sie detailgenaue Dokumentati-
onen von Veranstaltungen, begeis-
tern Sie stattdessen mit Ihren
Angeboten. Bieten Sie Möglich-
keiten zur Beteiligung und laden Sie
offensiv zum Mitmachen auf.
Menschen sehen Menschen
Im digitalen Zeitalter ist das Bild
Trumpf. Setzen Sie bei Stimmungs-
oder Veranstaltungsbildern sowie bei
Porträts von Ansprechpartnern auf
aktuelle Fotos. Damit und mit perso-
nalisierten Kontaktmöglichkeiten stei-
gern Sie das Vertrauen in die Pfarre.
David C. Pernkopf, Referent für
Öffentlichkeitsarbeit, Grafik und
Neue Medien
Werkzeugkasten
Die Pfarrwebsite als Visitenkarte
kontakt 78 | Juli 201722 23kontakt 78 | Juli 2017
Pressearbeit
Religiöses Brauchtum
Wer mit aufmerksamen Augen
durch seine Pfarre geht, lernt mit
der Zeit, Geschichten zu erken
-
nen. Manche sind größer, manche
kleiner. Manche eignen sich für
den Pfarrbrief oder das Pfarrblatt,
manche für die Homepage der
Pfarre – und manche sind so gut,
dass auch andere Medien darüber
berichten sollen.
Das Gute liegt immer nah
Doch wie bekommen Bericht-
erstatter gute Themen in Regio
-
nal- und Lokalblätter, in die Wo-
chenzeitungen im Land, in Radio
und Fernsehen, in das Rupertus
-
blatt oder etwa die Salzburger
Nachrichten? Das Um und Auf
sind meist die Kontakte. Allem
voran das Wissen, wer bei wel-
chem Medium Ansprechpartnerin
oder -partner ist. Das lässt sich
googeln. Für manche Artikel reicht
es, eine knackige E-Mail an Redak
-
tionen und ihre Journalisten zu
schicken, die über Kirche, Pfarre
und Menschen schreiben. Schon
der Betreff der Mail muss Neugier
wecken. Sonst wird sie gar nicht
erst geöffnet und verschwindet
vielleicht ungelesen im Papier
-
korb. Regt der Betreff zum Öffnen
der Nachricht an, soll dann im
Text stehen, wer was wann wo und
wie gemacht hat. Das sind die fünf
sogenannten journalistischen W-
Fragen, die in jedem guten Bericht
beantwortet gehören. Kontakt mit
Namen und Telefonnummer da -
zu, fertig. Ein Anruf ist gelegent
-
lich mindestens ebenso effektiv
wie eine gute Mail.
Neugierig machen
Ist die Geschichte aus der Pfarre so
richtig gut, sind Redakteurinnen
und Redakteure neugierig und
selbstverständlich auch bereit,
aus führlich zu telefonieren oder
sich gleich mit den pfarrlichen Öf
-
fentlichkeitsarbeitern, den Haupt-
darstellern der Neuigkeit oder
dem Priester zu treffen, um Infor
-
mationen auszutauschen und zu
besprechen, wie man die Bericht
-
erstattung am besten angeht. Mit-
arbeiter in einer Pfarre dürfen je-
denfalls davon ausgehen, dass es
genügend spannende Dinge in ih
-
rem Arbeits- und Ehrenamtlichen-
Alltag gibt, die einen Artikel – auch
in nicht-kirchlichen Medien – wert
sind. Zeitungen, Online-Medien,
Radio und Fernsehen suchen
ständig Menschen, die über ihre
besonderen Taten oder Projekte
sprechen. Die zeigen, wie sie ar
-
beiten, helfen, seelsorgen, bauen,
pflegen, erfinden, planen, tun.
Und wenn Sie selbst sich ein biss
-
chen dabei beobachten, welche
Geschichten Sie in der Zeitung le
-
sen: Oft bleiben Sie genau bei de-
nen mit den Augen hängen, in de-
nen eine Frau oder ein Mann die
Hauptrolle spielen und im Bild
sind. Die arbeiten, helfen, seelsor
-
gen, bauen, pflegen, erfinden, pla-
nen, tun.
Die Pfarre Ebenau bietet am Hoch
-
fest der Gottesmutter Maria am 15.
August – im Volksmund genannt der
„große Frautag“ – etwas Besonderes:
Kräuterbüscherl werden gesegnet
und nach dem Gottesdienst den
Kirchgängern geschenkt.
Der Ebenauer Kräuterbuschen un
-
terscheidet sich wesentlich von je-
nem innergebirg. In Ebenau werden
nämlich nicht Wildkräuter, sondern
speziell für diesen Zweck angebaute
Kräuter verwendet: Heilung des
Menschen und ein „Sorgetragen“ für
die Kräuter stehen im Mittelpunkt.
Er enthält sieben gängige Küchen-
kräuter, die zugleich Heilpflanzen
sind:
Salbei gegen Halsschmerzen,
Thymian gegen den Husten, Rosmarin
für den Kreislauf,
Oregano als natür-
liches Antibiotikum, Pfefferminz ge-
gen Kopfschmerzen, Lavendel für ein
gutes „Nervenkostüm“ sowie
Sonnen-
hut zur Stärkung des Immunsystems.
Der geweihte Kräuterbuschen soll
vor Unglück und Krankheit schützen:
im Herrgottswinkl, im Haus oder im
Stall sowie durch das Verwenden der
Kräuter. Sei es als Tee, zum Räuchern,
als Gewürz oder zerrieben zum Ver
-
füttern an krankes Vieh. Das Verbren-
nen der Kräuter bei Unwettern soll
Haus und Hof schützen.
Christine Hirnsperger-Ebner,
Ebenau
Warum weltliche Medien kirchliche
Geschichten brauchen
Ebenauer Kräuterbüschl
Mag. Michaela Hessenberger,
Redakteurin Salzburger Nach-
richten
Teamwork im Pfarrgemeinderat
Eigentlich ginge alles gut, wäre da
dieses „ABER“ nicht. Man könnte
viel verändern, wäre da dieses
„ABER“ nicht.
ICH WILL, DASS ETWAS WEITERGEHT …
ABER …
Irgendwie kommt es bei uns
immer wieder zum Stillstand, weil
wir alles unter einen Hut bringen
wollen und es allen recht machen
wollen. Auf diese Art haben wir un-
endlich lange Sitzungen und kom-
men doch zu keinen Entschei-
dungen. Das ist uneffektiv und
ver dirbt die Freude an der Arbeit.
Wie kommen wir schneller zu ge-
meinsamen Ergebnissen?
MIA SAN MIA, SAGEN DIE ALTEN HASEN
… ABER …
Mir kommt vor, alles soll
beim Alten bleiben. Nach dem Mot-
to: Erstens haben wir das immer so
gemacht. Und zweitens haben wir
das noch nie anders gemacht. Weil
sich das drittens so gehört. Und
viertens wissen wir genau, dass es
nicht anders gehen kann, weil alles
andere haben wir schon probiert.
Wie entwickeln wir unsere Gemeinde
in Zukunft weiter?
ICH WILL MIT EUCH ZUSAMMENARBEITEN
… ABER … In unserem Pfarrgemeinde-
rat
arbeitet jeder vor sich hin. Natür-
lich ist selbstständiges Arbeiten ge-
fragt. Doch manchmal habe ich den
Eindruck, dass wir nicht an einem
Strang ziehen. Keine Ahnung, wa-
rum. Vielleicht weil wir keine Ziele
vereinbart haben oder weil wir von-
einander nicht wissen, was wir alles
können.
Wie kann unsere Zusammenarbeit
gelingen?
KEIN PFARRER MEHR! DA KOMMT WAS
AUF UNS ZU … ABER …
Da muss viel geregelt werden. Einer-
seits ist zu befürchten, dass vieles
den Bach hinuntergehen wird und
sich niemand mehr für irgendwas
zuständig fühlen wird. Andererseits
liegen darin auch Chancen, dass
mehr Menschen Verantwortung
übernehmen werden.
Wie kommen wir zu einer guten Or-
ganisation im Gemeindeleben?
Unser Angebot
Die Arbeitsgemeinschaft Organisati-
onsentwicklung und Gemeindebera-
tung unterstützt Sie u. a. bei der
Teamentwicklung, bei der Definition
von neuen Zielen, bei der Planung
und Steuerung von Veränderungs
-
prozessen. Die Mitglieder der AG
Organisationsentwicklung und der
Gemeindeberatung in der ED Salz
-
burg begleiten Sie gerne bei einer
Klausur oder Sitzung. In einer Vorbe
-
sprechung legen wir gemeinsam die
Themen und die Dauer der Beratung
fest. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Klaudia Achleitner,
Referentin für Organisationsent-
wicklung und Gemeindeberatung:
gemeindeberatung@kirchen.net
+43 (0) 676 8746 6668
Schluss mit „ABER“
kontakt 78 | Juli 201724
Neuer Weihbischof
Papst Franziskus hat Prälat Dr.
Hansjörg Hofer, Generalvikar
der Erzdiözese Salzburg, zum
Weihbischof ernannt.
Die Bischofsweihe findet am
Sonntag, 9. Juli, um 15.00 Uhr
im Salzburger Dom statt. Wir
wünschen Hansjörg Hofer
Gottes Segen für seine neue
Aufgabe.
Lösung der vergangenen Ausgabe: „Ich bin da.für
Über 40 LeserInnen haben die richtige Lösung
gewusst und eingeschickt, daraus haben wir drei
GewinnerInnen gezogen.
Gewonnen haben: Andrea Bindhammer aus Itter,
Sophia Seiwald aus Kuchl und Martin Stöllinger
aus Faistenau
Wir gratulieren herzlich!
Buchtipp
EINLADUNG ZUM GENAUEN SCHAUEN,
VERTIEFEN UND STAUNEN
anche Bücher rufen „Stop!“, wenn man an
ihnen vorbeischlendern will. Bei diesem
textlosen Bilderbuch für Große und Kleine
lohnt sich das Anhalten, denn die einzel-
nen Labyrinthe erzählen aus der Vogelperspekti-
ve originelle Geschichten: von einem Tag am
Strand, von dem Weg eines Tigers durch den Re-
genwald oder von Wegen durch eine fremde
Stadt. Ob die vier Männer, die gerade so friedlich
am Ausgang dieses Labyrinths ihr Picknick ge-
nießen, ahnen, wer da auf sie zukommt? Wie
gelingt es, den Weg durch die Kombinationen aus
Mustern, Farben und Formen zu entdecken?
Dieses Kunstbilderbuch ermuntert, genau zu
schauen, mit dem Finger die einzelnen Labyrin-
the zu erforschen, sich und anderen Fragen zu
stellen, das Spiel aus Formen, Farben und Linien
zu genießen und Details zu entdecken. Es wim-
melt, es zeichnen sich allmählich Strukturen ab,
die Spannung steigt: Wer hier eintaucht, hat sich
Zeit geschenkt, hat absichtslos geforscht, hat Flä-
che in Körper verwandelt, hat exakt geschaut
und viele Details erkannt und gedeutet. Tag für
Tag ein Labyrinth, das ist Sommer, das ist Kunst-
genuss.
M
Wissen&Gewinnen
FRAGE: Unter welchem Motto steht
der Zukunftsprozess 2018?
Einen Hinweis finden Sie auf Seite 13.
Schicken Sie Ihre
ANTWORT per Mail an
christina.repolust@seelsorge.kirchen.net
oder an Christina Repolust, Redaktion
Kontakt, Gaisbergstraße 7, 5020 Salzburg.
Aus allen richtigen Einsendungen verlosen
wir
DREI EXEMPLARE des nebenstehenden
Buchtipps
„LABYRINTHE“ von Théo Guignard.
5020 Salzburg
Kapitelplatz 6
Telefon 0662 - 84 21 48
Fax -75
dombuchhandlung@buchzentrale.at
www.dombuchhandlung.com
Théo Guignard:
LABYRINTHE
Wien: Jungbrunnen
Verlag.
Der nächste erscheint Anfang November